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Berner Kulturagenda Redaktion

Von jeglicher Scham entkleidet

12.11.2019

Dieses Jahr fand in Bern erstmals das queer-feministische Pornographie-Festival Schamlos! statt. Damit das Festival in eine zweite Runde gehen kann, zeigt das Kino in der Reitschule als Solidaritätsanlass Filme der französischen Filmemacherin Emilie Jouvet, ergänzt mit einer Party im Frauenraum. Jouvet hat sich der Enttabuisierung weiblicher Lust und der Vielfalt von Sexualität verschrieben – etwa mit dem experimentellen Lesbenporno «One Night Stand» (2005) oder dem Dokumentarfilm «Aria» (2017, Bild) über Elternschaft.

Hamburg, Brissago, Chile

12.11.2019

Lebemann, Kaufhauskönig, Hausbesitzer auf der Isola Brissago im Lago Maggiore, aber eben auch Jude, trotz Konversion. Der Film «Auch Leben ist eine Kunst» von André Schäfer und Eva Gerberding begibt sich auf die Spuren des Hamburgers Max Emden. Thematisiert werden seine Enteignung durch die Nazis, sein Tod 1940 und die Restitutionsforderungen seines chilenischen Enkels Juan Carlos Emden, den der Film mit der Kamera begleitet – und das bis in die umstrittene Schweizer Sammlung Bührle.

Auf den Hund kommen

12.11.2019

Der ehemals erfolgreiche Schriftsteller Henri (Yvan Attal) steckt in einer Lebenskrise: Er kann nicht mehr schreiben, ist genervt von seiner Frau (Charlotte Gainsbourg), seinen Kindern und seine Libido hat sich längst verabschiedet. Als ein schlecht erzogener, riesiger Hund ihr gemeinsames Haus besetzt, freut nur er sich darüber. Die schwarze Komödie «Mon chien stupide» von Attal, der auch in Realität mit Gainsbourg verheiratet ist, läuft bei Quinnie.

Kreativität hilft

12.11.2019

Der in Bern lebende Grafiker und Illustrator Werner Jutzeler beschäftigt sich mit der Kunsttherapie, unter anderem war er im Psychiatriezentrum Münsingen in diesem Gebiet tätig. Heinz Lauener, der auch im Atelier der Kunstgruppe Rohling arbeitet, ist Mitglied der Kunstwerkstatt Waldau. Gemeinsam mit Jutzeler stellt er in «Jutzeler und Lauener» Objekte aus, die im Atelier von Ersterem entstanden sind.

Würfelhusten auffangen

12.11.2019

Meist bleiben sie während des Fluges zum Glück unbenützt: Die papierenen Kotztüten. Sie begleiten Reisende jedoch schon lange und haben sich in ihrer Gestaltung immer wieder gewandelt. Im Rahmen der Buchvernissage «Für Reisekranke» von Eliane Häfliger und Sara Aurelia Eggel werden bei Erlesen 100 Kotztüten aus der Periode der 70er-Jahre bis heute ausgestellt. Neben Tüten ist das Buch mit Text über die Absurdität des heutigen, alltäglichen Reisens gefüllt.

Bitte anfassen!

12.11.2019

Wie erfahren Kinder die Welt? Das Kornhausforum beleuchtet in der spielerischen Ausstellung «Die Entdeckung der Welt», wie die Kleinsten ihre Umgebung erforschen. In der Schau werden für Erwachsene etwa Projekte aus der frühkindlichen Bildung und Betreuung vorgestellt, die jungen Besucherinnen und Besucher können krabbeln, spielen und dürfen ausnahmsweise alles anfassen.

Menschen unter sich

12.11.2019

Eine Frau will vom Dach springen, unten versammelt sind Ambulanz, Polizei, Feuerwehr und eine Menschenmenge. Warum die Frau springen will, weiss niemand. Die Reaktionen sind unterschiedlich, einige machen sogar Selfies. Aber warum? Simone Lapperts zweiter Roman geht anhand von zehn Figuren in einer fiktiven deutschen Kleinstadt auf die Suche nach gegenseitiger Anteilnahme. Bei Orell Füssli liest sie aus «Der Sprung», der nominiert war für den Schweizer Buchpreis.

Neue Väter braucht das Land

12.11.2019

Der Vaterschaftsurlaub erhitzt die Gemüter. Da wird ein halber Tag pro Woche verniedlichend als «Papi-Tag» bezeichnet und gleichzeitig ist es für viele Väter das Natürlichste der Welt, sich um ihr Kind zu kümmern. Am «1. Berner Vater-Talk» im Berner Generationenhaus, in Kooperation mit der Mütter- und Väterberatung Kanton Bern, sprechen vier Männer über Familienmodelle und Spannungsfelder: Papa-Blogger vom «Tagi» Markus Tschannen, Koch Ivo Adam, Immunologe Beda Stadler und Väterberater Remo Ryser.

Per Autostopp in den Norden

12.11.2019

Wer in die Welt hinaus will, der braucht eine gute Ausrüstung. Dort, wo man diese findet, im Gobag, werden in der Vortragsreihe «3 × 33», der «anderen Abenteuer-Show», jeweils drei verschiedene Reisegeschichten mit Bildern und Musik erzählt. Im Fokus stehen eine Dreigenerationen-Reise nach Südgrönland, die Sportart Hike & Fly sowie ein Autostopp-Trip dreier Freunde von Belp nach Schweden.

Tanzband und Electro-Bastler

12.11.2019

Er war mit Altin Gün und ist aktuell mit Jacco Gardner auf Tour. Nun kommt er mit seinen Brüdern in neuer Kombo nach Bern: Nic Mauskovic mit der The Mauskovic Dance Band aus Holland spielt psychedelischen Cumbia, der in die Beine fährt und mit reichlich Electro gespickt ist. Die Gruppe aus dem Hause Bongo Joe spielt neben dem Freiburger Elektro-Bastler Flammkuch im ISC.

Elektrischer Montag

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12.11.2019

Für das Swiss Jazz Orchestra gibt es keinen Montagsblues: Jede Woche spielt die professionelle Big Band (Bild: Schlagzeuger Rico Baumann) zum Wochenbeginn im Bierhübeli Eigenkompositionen, Arrangements und Big-Band-Klassiker. Am Konzert «SJO Electric» stehen Funk, Jazz-Rock, Hip-Hop und elektronische Musik im Fokus. Gespielt werden Stücke unter anderem von Don Ellis, Herbie Hancock und Philip Henzi.

Ein Dia fürs Gemüt

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12.11.2019

Der Schriftsteller, SRF-Radiomoderator und Wortkünstler Reeto von Gunten lädt mit «Alltag Sonntag» zu einen neuen Diaabend. Von Gunten, der sich selbst als «Begründer der Revolution des Dia­abends» bezeichnet, präsentiert damit seine vierte und neuste Ausgabe. Der Abend sei wie eine Sonntagstherapie: Nach der entspannenden und lustigen Diashow ginge es einem gleich besser.

Er lässt sich nicht verbiegen

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12.11.2019

Als «klassischer Musiker, der sich nicht verbiegen lässt», bezeichnete der «Bayerische Rundfunk» den Geiger Frank Peter Zimmermann. Der Duisburger, der fünfmal den Echo-Klassik-Preis erhielt, präsentiert im Zentrum Paul Klee Beethovens Sonaten im Rahmen eines «Meisterkonzerts». Martin Helmchen spielt den Klavierpart.

Der ältesten Farbherstellung auf der Spur

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12.11.2019

Man nehme Eigelb, Dammarfirnis, Leinölfirnis und Wasser und emulgiere es zum Bindemittel. Danach mische man das Pigment mit Wasser, bis es Joghurtkonsistenz hat und vermische es mit dem Bindemittel. So entsteht die älteste Farbe der Kulturgeschichte: Tempera. Wer intensive Herbstfarben herstellen will, der besuche den Kurs dazu im Karl Schenk Museum.

Ein ganzes Orchester im Piano

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12.11.2019

Der russische Pianist Alexander Yakovlev spielte bereits mit den grossen Orchestern, beispielsweise mit den Berliner Philharmonikern oder dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra. In der Konzertreihe «Pianoissimo» von Heutschi Pianos spielt er Klaviertranskriptionen von Rachmaninow. Der hochbegabte russische Komponist und Dirigent transkribierte eigene und fremde Werke zur Aufführung am Piano.

Lebendige Zeit

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12.11.2019

26 Jahre vor dem 100. Todestag von Rudolf Steiner hält die Autorin und Anthroposophin Irene Diet einen Vortrag mit dem Titel «Vergangenheit und Zukunft im Lichte des Todes von Rudolf Steiner». Darin geht es um das «lebendige Verhältnis zur Zeit». Diet hat unter anderem bereits Texte zu den Themen «Welches Recht hat Rudolf Steiner selbst an seinem Werk?» und «Das Geheimnis der Sprache Rudolf Steiners» geschrieben.

Dazwischen frei

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12.11.2019

Im Humanushaus in Rubigen präsentiert das Duo Capt/Weber Werke von grossen Komponisten wie Debussy, Ravel und Messiaen, die sich alle vor dem Zweiten Weltkrieg einen Namen gemacht haben. Zwischen den französischen Stücken werden Intermezzi aus der eigenen Feder gespielt: mit einem auskomponierten Violinpart (Marlyse Capt) und Raum für Klavierimprovisation (Katharina Weber).

Die ewige Frage: «Was jetzt?»

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12.11.2019

Mit dem Leben verhält es sich wie mit einem Comic: Ein Figürchen klettert einen steilen Hang hoch und sieht den Gipfel. Kaum auf dem Gipfel, realisiert es, dass dies erst der erste Zacken vor dem richtigen Aufstieg war. Die Performance «Was jetzt?» von jungen Geflüchteten und Kunstschaffenden des Kollektivs «Ich so, du so? Auso!» basiert auf diesem Lebensgefühl: Kaum hat man vermeintlich Fuss gefasst, kommen neue Fragen und unser ganzer Alltags-Wahnsinn hinzu.

Cool genug

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12.11.2019

Es ist ein Geräusch, das erst an einen Presslufthammer in der Ferne, dann an das piepsende Signal eines EKG-Geräts erinnert; dazu eine Stimme, die klingt wie von einem anderen Planeten. Auf Schwedisch singt sie engelsgleich und doch selbstbewusst: «Lite mer cool» (muss ein bisschen cooler sein): Klara Anderson alias Fågelle aus Göteborg macht noisigen Pop mit grossen Gefühlen, der aneckt.

Mensch über alles?

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12.11.2019

Haben wir eigentlich noch einen eigenen Willen, und was unterscheidet unser menschliches Bewusstsein von dem der Roboter? Während zweier Abende untersucht das Berner Kollektiv Peng! Palast die Auswirkungen davon auf unsere Zukunft, vor allem in der Arbeitswelt. «Zukunftslabor» sind kurze Stücke, Performances und Talks. Pro Abend wurde eine Expertin eingeladen: Philosophin Francesca Giani und Soziologin Anna Jobin.

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