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Einer der wenigen Bauhaus-Studenten aus Japan: Takehiko Mizutani (Simultankontrast).© Bauhaus-Archiv Berlin / Foto: Markus Hawlik
Zentrum Paul Klee, Bern

Bauhausjahrhundert

100 Jahre nach dem Gründungsjahr blickt das Forschungs- und Ausstellungsprojekt «Bauhaus Imaginista» im Zentrum Paul Klee auf die Geschichte und Bildungsidee des Bauhauses zurück.

Anfangspunkt der Moderne: Als kleine Kunstschule 1919 in Weimar eröffnet, entwickelte sich die Bildungsstätte Bauhaus bald zu einem Phänomen. Kunstschaffende wie Paul Klee, Johannes Itten oder László Moholy-­Nagy unterrichteten am avantgardistischen Bauhaus. Es vereinte Kunst, Architektur und Handwerk und zog Studierende aus der ganzen Welt an. Nach drei Standortwechseln (Weimar, Dessau, Berlin) schloss die Kunstinstitution 1933, 14 Jahre später, unter dem Druck der Nationalsozialisten. Die neuen Denk- und Handlungsansätze des Bauhauses liessen sich jedoch nicht ausmerzen.

 

Wuchernde Ideen

Der Organismus Bauhaus und dessen Entwicklung in der Moderne über die Grenzen Europas hinaus wird in der Ausstellung «Bauhaus Imaginista» im Zentrum Paul Klee (ZPK) thematisiert. Die Schau ist eine Zusammenarbeit zwischen der Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar, dem Goethe-Institut und dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin und wurde für das ZPK erweitert.

Die in vier Kapitel gegliederte Ausstellung bezieht sich dabei auf wichtige Artefakte, die am Bauhaus entstanden sind, darunter das «Bauhaus-Manifest» des Gründers und Architekten Walter Gropius, die Zeichnung «Teppich» von Paul Klee, Marcel Breuers Collage «Ein Bauhaus-Film» und Kurt Schwerdtfegers «Reflektorische Farblichtspiele». Anhand dieser Gegenstände erforscht die Ausstellung die Hinterlassenschaften des Bauhauses und hinterfragt die internationale Rezeption der Kulturstätte, die sich mit der Idee, Kunst und Gestaltung neu zu denken, zu begreifen und zu praktizieren weltweit verbreitete: Vom post­revolutionären Mexiko über das postkoloniale Brasilien und Marokko bis nach Nigeria, China und in die Sowjetunion.

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