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Wie im Traum: «Goodbye with a smile».© Chika Osaka/Gallery MoMo
Museum Franz Gertsch, Burgdorf

Das Leben im Moment

Die japanische Künstlerin Chika Osaka stellt in ihrer ersten Schweizer Ausstellung im Museum Franz Gertsch unter dem Titel «Chika Osaka. Love Letters» aus. Ihre Bilder stellen Alltagsmomente poetisch dar.

Leuchtende Farben füllen die weichen Formen der Lithografien und Holzschnitte von Chika Osaka. Ihre Werke sind geprägt von alltäglichen Gegenständen wie Geschirr, Wäscheleinen oder WC-Papier. In Kombination mit den gesichtslosen Figuren wirken die Bilder beinahe kindlich. Die detailreichen Werke der Japanerin, welche in der Ausstellung «Chika Osaka. Love Letters» zu sehen sind, scheinen auf den ersten Blick humor- und liebevoll, als wären sie aus einem Traum. Das Bild «goodbye with a smile», das wie eine fröhliche Kissenschlacht aussieht, ist inspiriert von einer Agendanotiz über eine Trennung: «Es steht so viel Arbeit an, ich muss an mein Glück als Frau denken. Darum nehme ich Abschied mit einem Lächeln, du Arschloch!». Als Anstoss dienen der Künstlerin Texte aus Kalendern, Briefen oder aus einem Schulheft, verfasst von unterschiedlichen Menschen. Osakas Bildwelten öffnen den Blick in Momentaufnahmen aus dem Leben von überwiegend weiblichen Figuren. Sie sind tragisch, nostalgisch oder auch humorvoll.

Von Japan inspirierter Gertsch

Viele der gezeigten Werke sind während der letzten zwölf Monate für Osakas erste Ausstellung in der Schweiz entstanden. Es ist kein Zufall, dass diese im Museum Franz Gertsch realisiert wird. So habe Gertsch selber einen starken Bezug zu Japan, sagt Kuratorin Anna Wesle, «sowohl zur Kunst als auch zur Tradition der Meditation oder des Zen-Buddhismus». Gertsch bezieht bis heute handgeschöpftes Papier aus Japan, das er für seine Holzschnitte verwendet.

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