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China in rot: «Rise of Shenzhen». © Pat Noser, Da Mini
Galerie da Mihi, Bern

Erdrückende Realitäten

Die Bieler Künstlerin Pat Noser fokussiert in ihrer Ausstellung «Bruit de Pattes» in der Galerie da Mihi auf die harten Seiten der Urbanität und Natur.

In ihrer Ausstellung «Reise in die verbotene Zone» im Kunsthaus Pasquart in Biel zeigte Pat Noser ihre Eindrücke von Tschernobyl, festgehalten mit Pinsel, Ölfarbe und dort vorgefundenen Gegenständen. Ihr Bild eines mit grünen Migros-Produkten gefüllten Einkaufswagens war im Kunstmuseum Bern in «Ohne Verfallsdatum» zu sehen. Die Bieler Künstlerin ist eine Meisterin darin, mit ihren figurativen Bildern leise zu provozieren und Dystopien erkennbar zu machen, die heute nicht mehr wie in den 80er-Jahren nur in Tschernobyl, an einem fernen Ort stattfinden, sondern überall lauern.

In der Ausstellung «Bruit de Pattes» in der Galerie da Mihi sind neben 
verschrobenen Landschaftsmalereien, Ansichten der chinesischen Millionenmetropole Shenzhen zu sehen. 
Noser weilte dort als Artist in Residence. Die Tuschemalereien auf an Abfall erinnernden Untergründen offenbaren 
ein düsteres Bild der Moderne: Kein Mensch ist zwischen den lieblosen Bauten zu sehen, über dem Fluss scheint ein Ölteppich zu schwimmen und die Luft wirkt zum Schneiden dick.

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