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«Lenzgesind bei den Stiefmütterchen» (1926) aus dem Bilderbuch «Lenzgesind».© Kunstmuseum Bern, Verein Ernst Kreidolf
Kunstmuseum Bern

Fantasienaturen

Blühende Narzissen und welkender Löwenzahn: Die Aus­stellung «Wachsen – Blühen – Welken. Ernst Kreidolf und die Pflanzen» im Kunstmuseum Bern zeigt einen Überblick über das Schaffen des Bilderbuchkünstlers Ernst Kreidolf. Der Berner Maler und Bilderbuchillustrator Ernst Kreidolf (1863-1956) hat mit seinen Blumenmärchen ein Generationen überdauerndes Gesamtwerk geschaffen. Die Ausstellung «Wachsen – Blühen – Welken. Ernst Kreidolf und die Pflanzen» im Kunstmuseum Bern zeigt die Vielseitigkeit des Künstlers.

Herr Schlüsselblum und Frau Enziane

Mit Charakteren wie Herrn Schlüsselblum und Frau Enziane Himmelblau, die im Bilderbuch «Blumen-Märchen» ihren grossen Auftritt haben, hat sich Kreidolf in die Herzen vieler Kinder und Erwachsenen katapultiert. Er lässt Blumen zu Erzählenden werden und verbindet mit Pflanzen in Menschengestalt Natur und Fantasie.

Die scharfe Beobachtungsgabe, die sich bereits in den wissenschaftlichen Pflanzenstudien des jungen Kreidolf herauskristallisierte, fliesst auch in die Gestaltung der Illustrationen ein. Kreidolf entwickelt seine Blumencharaktere aus den morphologischen Besonderheiten der Pflanzen heraus. Dieses Naturverständnis kommt nebst seinen Gedichtillustrationen und Blumenmärchen auch in den auf schwarzem Papier gezeichneten, fast schon hyperrealistisch wirkenden Pflanzenzeichnungen «Bergblumen I» und «Bergblumen II» zur Geltung.

Vom spriessenden Schlüsselblümchen über blühende Anemonen bis zum welken Löwenzahn umfassen Kreidolfs Pflanzendarstellungen aber auch düstere Elemente wie den Tod. Die Ausstellung nimmt auch diesen Aspekt auf und zeigt diese Seite des Künstlers mit etwas unheimlich wirkenden Friedhofzeichnungen oder Traumdarstellungen mit leichenblassen Händen, die in «Traum von den Händen» aus dem Beet wachsen.

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