mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Händeschütteln und ernste Mienen fing der «Swiss Press Photographer of the Year», Denis Balibouse, am Genfer Gipfeltreffen ein.© Denis Balibouse
Bernisches Historisches Museum

Historische Momente

Die Ausstellung «Swiss Press Photo 22» zeigt die besten Schweizer Pressebilder des Jahres 2021. Sie findet erstmals im Bernischen Historischen Museum statt.

Eine imposante Bibliothek im Hintergrund verleiht dem Moment zusätz­liche Erhabenheit: Der amerikanische Präsident Joe Biden trifft den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Zwischen den beiden steht auf einem Tisch ein Globus – tatsächlich wird die Welt bald mächtig in Schieflage geraten. Es ist ein Foto, das ein historisches Ereignis einfängt. Geschossen wurde es vom Lausanner Agenturfotografen Denis Balibouse am letzten Gipfeltreffen in Genf im Sommer 2021, als die Beziehungen zwischen Ost und West noch ein wenig anders aussahen. Balibouse sind aussagekräftige Bilder gelungen, die das Händeschütteln, die Gesten und Gesichter der beiden Präsidenten einfangen. Dafür ist er nun von einer Fachjury zum «Swiss Press Photographer of the Year» gewählt worden. Seine Arbeiten werden im Bernischen Historischen Museum gemeinsam mit jenen anderer Gewinner*innen aus den Kategorien Aktualität, Alltag, Schweizer Geschichten, Porträt, Sport und Ausland präsentiert. Die illustre Schau, die bisher jeweils im Käfigturm und im Kornhausforum stattfand, fasst das Jahr 2021 in Bildern zusammen. Nach einer ersten Station im Landesmuseum in Zürich wandert die Ausstellung nun nach Bern.

Dieses Jahr gibt es harte News

Der international bekannte, in Bern und Paris lebende Fotograf Michael von Graffenried ist verantwortlich für die Auswahl, die er aus Tausenden von eingesandten Bildern trifft. Er ist davon überzeugt, dass sich Mitmachen eigentlich immer lohnt. Manche Fotograf*innen schafften es in die Buchpublikation, in das «Swiss Press Year»-Buch, während andere für die Ausstellung berücksichtigt oder im besten Fall mit einem Preis von 25  000 Franken honoriert würden. Jedes Jahr gebe es eine Tendenz, die mal mehr Richtung «harte News», mal mehr in eine ästhetische Richtung ausschlage. Vergangenes Jahr wurde etwa die Fotografin Sarah Carp mit Bildern, die die Alleinerziehende von ihren Kindern bei sich zu Hause schoss, ausgezeichnet. Dass uns nun der Krieg mehr beschäftigt als der pandemiebedingte Rückzug, liegt auf der Hand.

Events zu diesem Artikel

Keine Veranstaltungen

Folgen Sie uns

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden