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Wörter- und Erinnerungssammlung: Das «Wörterbuch der Erinnerungen», ein Projekt von Adrien Rihs, ist auf we-art-it.ch zugänglich.© ZVG

Kunst, die Dialog schafft

Auf der neuen Plattform We-Art-It kann bildende Kunst, Performance, Musik und Literatur digital betrachtet werden. Ziel des Projekts ist aber nicht ausschlieslich der Konsum von Kunst. Mit Beiträgen vom Publikum und Interaktion soll auch neue Kunst geschaffen werden.

Kann ein Wort wie «Leberwurst» Erinnerungen in unseren Köpfen hervorrufen, wie es sonst Gerüche tun? Der Berner Künstler Adrien Rihs hat sich bereits vor einigen Jahren mit dieser Frage beschäftigt und Menschen aufgefordert, ihm Begriffe, die sie mit einer Erinnerung verbinden, zu schicken. Nun wird das Projekt auf der Online-Plattform We-Art-It unter dem Titel «Das Wörterbuch der Erinnerungen» weitergeführt.

Über den Konsum hinaus

Da Kunst jeder Art momentan weniger zugänglich ist, haben die Kunstschaffenden Adrien Rihs und Stefan Maurer beschlossen, Kunstprojekte verschiedener Künstlerinnen und Künstler online konsumierbar zu machen. Wie «Das Wörterbuch der Erinnerungen» sind alle künstlerischen Beiträge auf der neuen Plattform We- Art-It interaktiv. «Der Kontakt zu anderen ist wegen der Coronakrise eingeschränkt. Viele weichen zu Hause auf mehr Konsum von Film, Literatur und Kunst aus. We-Art-It geht über den Konsum hinaus», sagt Rihs, der auch das Kunstfestival ArtStadtBern kuratiert. So sei bereits ein reger Dialog mit den Menschen entstanden, die ihm Wörter und dazu passende Erinnerungen schickten. Ausser was die Interaktivität betrifft, sind die mitmachenden Kunstschaffenden in ihrer Umsetzung völlig frei.

Das Innere abgelichtet

Im Projekt von Mitinitiant und Fotograf Maurer etwa, kann nach einer sogenannten «GIF-Meditation» ein eigener «Fotoessay zur Erforschung des Innenraumes» geteilt werden. Das Publikum beantwortet Fragen zum Thema Wohl- und Unwohlsein durch eigene Fotografien. Die Fotoessays sind anschliessend auf der Plattform zu sehen.

Acht Kunstschaffende gestalten die erste über mehrere Monate dauernde Staffel von We-Art-It. So werden als nächstes die Projekte der Berner Autorin und Künstlerin Jeannette Hunziker und des Burgdorfer Künstlers Peter Gysi aufgeschaltet. Findet das Experiment bei Publikum und Kunstschaffenden Anklang, können weitere Kunstschaffende ihre Projekte auf der Plattform realisieren. «Es zeichnet sich ab, dass die We-Art-It noch bis in den Herbst 2021 weitergeführt wird», sagt Rihs. Zum Abschluss des Experiments sollen alle so entstandenen Werke ausgestellt werden.

www.we-art-it.ch

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