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Gewächs, Gebüsch und Ranken vor Steigers beliebtem Motiv, dem Vulkan: «Mauvaise herbe» (2019, Tempera und Ölkreide).© Rebekka Steiger und Galerie Urs Meile, Beijing-Luzern
Kunsthaus Grenchen

Leuchtender Farbnebel

Die Zürcher Künstlerin Rebekka Steiger arbeitet sowohl intuitiv als auch fein konstruiert, wodurch ihre Bilder eine Fülle an Assoziationsmöglichkeiten eröffnen. Ihre Bilder sind demnächst im Kunsthaus Grenchen zu sehen.

Farbgewaltig, mysteriös, wie aus einem leuchtenden Nebel schälen sich Figuren und figurative Bruchstücke aus den Bildern von Rebekka Steiger. Üppig, beinahe verschwenderisch in ihrer Farbenpracht. Teilweise wohnt den Szenarien auch etwas Bedrohliches inne, eine Düsternis, von der das Auge soghaft angezogen wird. Oft werde sie inspiriert von Landschaften, Vulkanausbrüchen oder der Mythologie, sagt die Künstlerin. Ihren Bildern wohnt eine poetische Mehrdeutigkeit inne, die sich auch in den Titeln der Werke widerspiegelt. So heisst eines, das an eine grün-schwarze Sumpflandschaften erinnert: «Sixteen Ways to Turn a Corner».

Während früher meistens feenhafte Figuren und Reitergestalten im Zentrum des Werks der 27-jährigen Zürcherin standen, verschmelzen in aktuelleren Arbeiten Hintergrund und Fokus, Gegenstand und Abstraktion. Steiger, die immer wieder in Peking arbeitet, vereint zwei unterschiedliche Arbeitsweisen: Einerseits erfrischend unbefangen spontan, andererseits tauchen immer wieder präzis konstruierte und genau durchdachte Elemente in ihren oftmals grossformatigen Gemälden auf. Eine Fülle an Assoziationen erschliessen sich der Betrachterin, so werden die Tropfen der herunterlaufenden Farbe zu Grashalmen, ein abrupt geänderter Duktus mitten im Bild zum gesichtslosen Reiter.

www.kunsthausgrenchen.ch

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