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Selina Ursprung mit ihrem ersten Buch, im Rahmen ihres Masters arbeitet sie an Nummer zwei.© Vera Urweider
Hochschule der Künste Bern Promotion

Raus aus der Kammer

Die Bielerin Selina Ursprung ist eine von zahlreichen Künstlerinnen, die ihre Anfänge an der Hochschule der Künste Bern fanden. Sie absolvierte den Bachelor in Visueller Kommunikation – einem der Fachbereiche, der sich am Infotag vorstellen wird. Zu Gast am Anlass ist die Schule für Gestaltung Bern und Biel. Es waren wohl die grosszügigen Räumlichkeiten und die zahlreichen Werkstätten an der Hochschule der Künste Bern, die sie auf den ersten Blick überzeugt hatten. Viel Platz zum Ausprobieren, zum einzeln oder auch miteinander Arbeiten, fächerübergreifend, jahrgangsübergreifend, studienrichtungsübergreifend. «Visuelle Kommunikation war genau der richtige Studiengang für mich», sagt Selina Ursprung, «man sieht in viele Teilbereiche.» Denn nach dem Vorkurs an der Schule für Gestaltung in Biel war sie sich noch nicht ganz sicher, wo es sie schlussendlich hinziehen würde.

Klare Vorstellung

Sie belegte Textmodule, Foto, Film, Animation, Illustration, Design und vieles mehr, benutzte die Holz-, Metall- oder die Siebdruckwerkstatt. «Das ist an der HKB alles an einem Ort und für die Studierenden frei zugänglich, das macht vieles einfacher», sagt sie. Und doch gäbe es in Visueller Kommunikation nicht ganz so viel Freiheit wie beispielsweise im Studiengang Fine Arts – ein weiterer Fachbereich, der sich am Infotag der Hochschule der Künste Bern vorstellen wird –, «das hätte mich vielleicht sogar ein wenig überfordert.» Doch für jemanden, der von Anfang an eine klare Vorstellung hat, wie und was er mit seiner Kunst darstellen will, sei dies das richtige Fach.

Lernen, mit Kritik umzugehen

Generell dürfe man an der HKB keinen Frontalunterricht erwarten, erzählt Ursprung weiter. Es gehe mehr darum, natürlich neben dem Erlernen der technischen Grundlagen, früh Selbstverantwortung zu übernehmen. Sich vieles selber anzueignen. Zu sehen, was andere machen. Sich zu vernetzen. Austauschen. Lernen, mit Kritik umzugehen. Und nicht zuletzt vor allem aber auch sich zu zeigen und zu präsentieren. «Ich habe in meinem Bachelor in Bern gelernt, zu meinen Werken zu stehen und nicht nur in der stillen Kammer vor mich hin zu zeichnen.» Zu wissen, was sie kann und will, hat die 26-Jährige heute zu einem Masterstudium mit Spezialisierung in Illustration im deutschen Halle gebracht, wo sie im Rahmen der Masterarbeit nach «Mit blauem Pulli und Falafel Fladenbrot» (2018) an ihrem zweiten Buch arbeitet.

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