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«Le livre de vie Nr 5» von Liliane Beck Barbezat© Liliane Beck Barbezat
Kunsthaus Grenchen

Rhythmus, Zahl, Farbe

Das Kunsthaus Grenchen zeigt mit der Ausstellung «Form, Farbe, Schrift» konkret-abstrakte Kunst.

Konkret-abstrakt ist kein Widerspruch, sondern eine Kunstrichtung, die ab den 1930er-Jahren des letzten Jahrhunderts mit geometrischen Formen, Reduktion und Wiederholung arbeitete, und die sich – parallel und möglicherweise als Antwort zur Entwicklung der Fotografie – mit den Möglichkeiten der seriellen Reproduktion auseinandersetzte. Siebdruck war dabei eine der beliebtesten Techniken. So auch im Basler Atelier Fanal, das seit den 1960er-Jahren am Ufer des Rheins die Arbeiten von 77 Künstler*innen herausgab.

In diesem Umfeld arbeitete und bewegte sich die 2019 verstorbene Künstlerin und Sammlerin Liliane Beck-Barbezat, die ihre Sammlung an konkret-abstrakten Druckwerken dem Kunsthaus Grenchen schenkte. Nun ist die Sammlung in einer zweiteiligen Schau zu sehen: Unter dem Titel «Form, Farbe, Schrift» zeigt Teil I neben plakativ-grellen Werken von Liliane Beck-Barbezat (Bild) unter anderem die Arbeiten des Schweizer Grafikers und Plastikers Gottfried Honegger (1917–2016), die oftmals eine schwebend-kühle Leichtigkeit auszeichnet. So etwa Gravuren und Serigrafien, die mit kreisförmigen, klaren, aber nie starr wirkenden Formen und heiteren Farben spielen. Kontrastreich und schematisch hingegen sind die Siebdrucke der französischen Künstlerin Aurélie Nemours: Hier dominieren die (Nicht)farben Schwarz-Weiss sowie Balken, harte Kanten, Punkte und serielle Kreuzmuster sowie Buchstabenfolgen, die beinahe an Sehtests erinnern. 2004 zeigte das Centre Pompidou eine Werkschau der Künstlerin unter dem Titel «Rythme – Nombre – Couleur» – eine gute Zusammenfassung auch der Grenchner Schau.

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