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Aus dem Fotoalbum Kathy Schenks: Schenk arbeitet am Relief «Neptun» der Wasserversorgung Bern.© ZVG
Karl Schenk Museum, Schloss Fraubrunnen

Unter uns

Seinen Skulpturen begegnet man in der ganzen Schweiz. Und doch ist der Berner Künstler Karl Schenk vielen unbekannt. Nun hat er in Fraubrunnen sein eigenes Museum bekommen. Man kennt ihn wohl als Kunstmaler. Doch Karl Schenk war auch Bildhauer. «Der Arbeiter» ziert die Nordfassade des Berner Rathauses. Drei Figuren das Radiostudio Bern. Zwei Frauengestalten stehen beim Eingang des Bremgartenfriedhofs. Andere in Solothurn, Zürich, Luzern oder im Tessin. Im Bundeshaus steht der Bronzekopf «Bauernmädchen». «Fuchs und Rabe» stehen beim Schulhaus im Spiegel – und in diese Skulptur hatte sich Evelyne Germann einst verliebt.

Ein Leben für das Werk des Vaters

Rund 40 Jahre später widmet sie dem Berner Künstler ein Museum, vor einem Monat öffnete sie die Tore im Schloss Fraubrunnen. Man könnte fast sagen, K. und K. Schenk begleiten sie ein Leben lang. Bei einer Ausstellung Schenks lernte sie dessen Tochter Kathy kennen, eine tiefe Freundschaft begann. «Kathy war es auch, die mich zurück zur Malerei führte», sagt sie. Nach der Schulzeit absolvierte Germann eine Lehre und erst vor vier Jahren besuchte sie in ihrer Freizeit verschiedene Kurse an der Schule für Gestaltung Bern.

Kathy Schenk trat in die Fussstapfen des Vaters, wurde Künstlerin, blieb aber immer im Hintergrund und widmete ihr Leben dem Werk ihres Vaters. Vor einem Jahr verstarb sie «und nun führe ich das weiter», sagt Germann. Akribisch arbeitet sie an Schenks Werkverzeichnis, fotografiert Skulpturen im öffentlichen Raum, durchwühlt private Fotoalben, die sie aus Kathy Schenks Nachlass hat. «Auch von Besucherinnen und Besuchern erhalte ich Infos, manche kannten Schenk persönlich oder waren in seinem Atelier im Kornhaus Bern.»

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