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Das Depot des Museums für Kommunikation in Schwarzenburg beherbergt sowohl Limousinen als auch ausrangierte Natels. © Tim Hellstern
Diverse Orte, Region Bern

Was wir alles aufbewahrt haben

Die Europäischen Tage des Denkmals präsentieren dieses Jahr Fundstücke in der ganzen Schweiz zum Thema «Farben». Drei Tipps aus der Region, von leuchtend bis matt.

Spätestens dann, wenn man im Naturhistorischen Museum vor einer 80 Jahre alten Sammlung konservierter Fische steht, fragt man sich vielleicht, was das jetzt mit Denkmalpflege zu tun hat. Aber die Europäischen Tage des Denkmals fassen den Begriff «Kultur­erbe» überraschend weit. Und zum diesjährigen Thema «Farben» passen die schimmernden Fische allemal: Sie zeigen die erstaunliche Wirkung von Konservierungstechniken, die dafür sorgen, dass die Haut der Tiere auch fast ein Jahrhundert nach ihrer Präparation noch in ihrer ursprünglichen Farbe erhalten bleibt. Die Schweizer Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals wird in Bern von der Denkmalpflege, dem Archäologischen Dienst und der Nationalen Informationsstelle zum Kulturerbe (NIKE) organisiert. Zwei Tage lang öffnen dabei Museen, aber auch Kirchen, Fabriken und Schlösser ihre Türen.

 

Steinklüngel in Bewegung

Für kunsthistorisch Interessierte gibt das Programm selbstverständlich viel her. Im Schloss Jegenstorf erfährt man anhand der zahlreichen Ölgemälde an den Wänden mehr über die einst mineralischen und tierischen Ursprünge von Ultramarin, Karminrot und Ocker. «Farben» werden auch architektonisch interpretiert: an zahlreichen Standorten in und um Bern wird während des ganzen Wochenendes darüber diskutiert, wie verschiedene Farbtöne im öffentlichen Raum auf uns wirken. Vor dem Berner Münster verleiht indes das MachTheater dem Sandstein für einmal Arme und Beine. Steinklüngel in beruhigendem Aaregrün kommen in der Performance «Läbige Stei» in Kooperation mit dem Haus der Farbe und der Keimfarben AG langsam in Bewegung. Etwas ausserhalb der Stadt können Neugierige einen Nachmittag lang das Sammlungsdepot des Museums für Kommunikation besichtigen. Es ist im ehemaligen Kurzwellensender in Schwarzenburg zu Hause, und beherbergt unter anderem eine Bundesratslimousine und eine umfassende Natel-Kollektion. Auch ein ausrangiertes Nokia 3310 gehört schliesslich zum Kulturerbe.

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