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Reflexionen über Vergänglichkeit: «Herbst am Bach» (1912). © 2020 Pro Litteris, Zürich; Foto: Christian Helmle
Kunstmuseum Thun

Zurück zum Ursprung

Im Vordergrund der Thunersee, dahinter der Niesen: Die Ausstellung «Johannes Itten & Thun. Natur im Mittelpunkt» im Kunstmuseum Thun eröffnet neue Blickwinkel auf das Werk des Malers und Kunsttheoretikers Johannes Itten.

Veranstaltungsdaten

SA 08.08.2020 10.00 - 22.11.2020
FR 02.10.2020 10.00
SA 03.10.2020 10.00
SO 04.10.2020 10.00
DI 06.10.2020 10.00
MI 07.10.2020 10.00
DO 08.10.2020 10.00
FR 09.10.2020 10.00
SA 10.10.2020 10.00
SO 11.10.2020 10.00
DI 13.10.2020 10.00
MI 14.10.2020 10.00
DO 15.10.2020 10.00
FR 16.10.2020 10.00
SA 17.10.2020 10.00
SO 18.10.2020 10.00
DI 20.10.2020 10.00
MI 21.10.2020 10.00
DO 22.10.2020 10.00
FR 23.10.2020 10.00
SA 24.10.2020 10.00
SO 25.10.2020 10.00
DI 27.10.2020 10.00

Aufgewachsen ist er zwischen Kühen, später hat er sich mit einigen der bedeutendsten Namen der frühen Moderne umgeben: Johannes Itten hat in seinem Leben den Bogen weit gespannt. Die Sonderausstellung «Johannes Itten & Thun. Natur im Mittelpunkt», die in Zusammenarbeit mit der Itten-Stiftung und dem Kunsthistoriker und Itten-Spezialisten Christoph Wagner entstanden ist, widmet sich dem Früh- und Spätwerk des Thuner Malers. Die Ausstellung gliedert sich in unterschiedliche Etappen, in welchen die Bedeutung von Ittens Aufenthalten und die prägenden Naturerfahrungen in Thun und dem Berner Oberland veranschaulicht werden.

Immer wieder haben sich Künstlerinnen und Künstler in ihrem Schaffen ihre Motive in der Natur gesucht. Doch bei Itten waren die Landschaften, die er abbildete, mehr als Motive. Sie waren auch Stütze und Inspirationsquelle und ziehen sich wie eine Konstante durch sein gesamtes Oeuvre. Auch lassen sich an den Naturdarstellungen wichtige Impulse ablesen, die seinem späteren Wirken, unter anderem auch seiner bekannten reformpädagogischen Arbeit am Weimarer Bauhaus und seiner Farbtheorie, zu Grunde liegen.

Anlass für diese Sonderausstellung war für Helen Hirsch, Direktorin des Kunstmuseums Thun, ein Briefwechsel zwischen Itten und dem damaligen Direktor des Museums, der anlässlich der ersten Ausstellung nach Ittens Rückkehr in die Schweiz zustande kam. «Man spürt darin, wie wichtig die Erinnerung an seine Kindheit und Jugend in Thun und Umgebung ist», sagt Hirsch. Als Bauernjunge hätte Itten oft harte Arbeiten auf dem Feld verrichten müssen – die Natur hätte ihm damals viel Halt gegeben. Diese Verbundenheit mit der Umgebung zeige sich auch in den Tagebucheinträgen Ittens. In den kunsttheoretischen Überlegungen, welche darin enthalten sind, sei der hohe Stellenwert der Natur ablesbar, so Hirsch.

«Nur Gedankenkonzentration»


Wie Ittens Biografie, die von Aufbrüchen geprägt ist, ist auch sein Naturbegriff ständig in Bewegung geblieben. Die anfänglich sehr naturnahen Abbildungen von Landschaften wurden bald von abstrakteren, flächenhafteren Darstellungen abgelöst. Das Zusammenspiel von Farbe und Form rückte ins Zentrum und Landschaften wurden geradezu dekonstruiert. Itten schrieb dazu in seinen stichwortartigen Tagebucheinträgen: «Ich will zukünftig gar kein Kunstwerk mehr machen. Nur Gedankenkonzentration, diese darstellen. Malen heisst, sich konzentrieren auf Farbe-Form.»

Für Hirsch besonders interessant sind auch Ittens Baumstudien, die in der Sonderausstellung erstmals gezeigt werden: «Da sind diese feinen Darstellungen von Bäumen, die fast schon perfekt gezeichnet sind, beinahe kalligrafisch wirken und wo er den Naturbegriff beinahe japonisiert.»

Auch die Darstellungen, auf denen Jahresringe von Bäumen zu sehen sind hebt Hirsch hervor. Daran liesse sich eine sehr körperliche und persönliche Parallele zu Ittens koronarer Herzkrankheit, an der er gegen Ende seines Lebens litt, ablesen: Es ist ein In-Beziehung-Setzten von Körper und Natur und die Reflexion über Vergänglichkeit.

Events zu diesem Artikel

Ausstellungen

Johannes Itten & Thun. Natur im Mittelpunkt

Wie Johannes Itten im Berner Oberland zur Natur fand  Kunstmuseum Thun, Thun 02.10.2020, 10.00
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