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Szene aus «Rigoletto» – Verdi-Fans kommen in Avenches besonders auf ihre Kosten.© zvg
Amphitheater, Avenches

Emotionales Wechselbad

Die Avenches Opéra ist auferstanden. Um die 150 Sängerinnen und Sänger sowie das Kammerorchester Freiburg präsentieren ein Gänsehaut-Medley aus berühmten Arien.

Avenches Opéra

Ein möglichst breites Publikum möchten die Veranstalter der Avenches Opéra dieses Jahr erreichen, wie sie mitteilen. Nach einem Jahr Pause bespielt wieder eine Opern­produktion das römische Amphitheater im schmucken Waadtländer Städtchen.

Weil die Ausgaben der Jahre 2015 und 2016 weit weniger Publikum als kalkuliert verzeichneten, setzte die Avenches Opéra letztes Jahr aus. Nun ist das Festival auferstanden, mit neuem Konzept und wetterfester Bühne. Unter einem durchsichtigen Baldachin präsentieren die über 200 beteiligten Musikerinnen und Musiker ein Medley der «schönsten und berühmtesten» Opernmelodien des 19. Jahrhunderts.

«Etwas übermitteln»

Auf dem Programm stehen die Haupttitel aus der über 20-jährigen Geschichte der Avenches Opéra wie auch Werke, die erstmals dort aufgeführt werden. So erklingen zum Beispiel die «Barcarole» aus Offenbachs «Les Contes d’Hoffmann», das «Te Deum» und die Arie «E lucevan le stelle» aus Puccinis «Tosca» oder ein Streifzug durch Bizets «Carmen». Und immer wieder kommen Verdi-Fans in den Genuss von dessen Klassikern wie «Don Carlo», «Un Ballo in Maschera» oder «Rigoletto».

Musikdirektor ist Laurent Gendre, der unter anderem das Kammerorchester Freiburg dirigiert. Dieses tritt in der Arena in grosser Besetzung an. Der Chor besteht aus 40 Profis, 60 Laien und 50 Kindern. Die Soli singen ­Anne-Catherine Gillet (Sopran), Kate Aldrich (Mezzosopran), Florian Laconi (Tenor) und Marco Vratogna (Bariton). Regie führt Denis Maillefer. Der Lausanner Theatermann hat einmal in einem Interview erklärt, welchen Anspruch er an eine Operninszenierung hat: «Die Sätze sollen nicht nur einfach musikalisch schön klingen, sie müssen etwas übermitteln!»

Ein emotionales Wechselbad vor der historischen Kulisse ist an den kommenden Aufführungen jedenfalls garantiert – jetzt wieder auf statt hinter der Bühne.

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