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© Hannes Zaugg-Graf
Riffelberg, Zermatt / Gornergrat Shelter, Zermatt

Ganz oben ankommen

Das Stück «Matterhorn: No Ladies Please!» der Freilichtspiele Zermatt und die Ausstellung «Matterhorn Ladies» des Alpinen Museums präsentieren legendäre Bergsteigerinnen.

 Es begann alles mit einem Namen. Livia Anne Richard, die Berner Autorin und Regisseurin des neuen Stücks der Freilichtspiele Zermatt, hörte einen ­lokalen Bergführer über eine gewisse Lucy Walker sprechen. Diese hatte am 22. Juli 1871 als erste Frau das Matterhorn bestiegen. Richard war sofort
fasziniert von der Geschichte der ambitionierten Engländerin, doch die Recherche für das daraus resultierende Bühnenstück stellte sich als schwierig heraus. «Es gab kaum historisches Material zu Walker, und das hat mich geärgert», sagt Richard. «Ich habe schon Stücke über weit weniger bekannte Männer geschrieben, wo ich sehr viel mehr Archivmaterial zur ­Verfügung hatte.» Dass Lucy Walker nun in der Produktion «Matterhorn: No Ladies Please!» dennoch als facettenreiche Persönlichkeit daherkommt, ist also unter anderem auch der Imagination der Regisseurin zu verdanken.

Pionierin mit Flügeln

Begleitet wird die diesjährige Ausgabe der Freilichtspiele Zermatt von einer Pop-up-Ausstellung des Alpinen Museums. Im Gornergrat Shelter unweit der Bahnstation Riffelberg werden die wichtigsten Gipfelstürmerinnen aus drei Jahrhunderten vorgestellt. «Matterhorn Ladies» liefert nicht nur Hintergründe zu Lucy Walker, sondern erzählt auch von der ersten reinen Frauen-Durchsteigung der Nordwand durch die Japanerinnen Michiko Imai und Yoshiko Wakayama im Juli 1967. Die aktuellste Heldin der Ausstellung ist Géraldine Fasnacht aus Lausanne, die im Juni 2014 als erste Person im Wingsuit vom Gipfel herunter segelte. «Es war nicht der gefährlichste und auch nicht der schwierigste Flug meines Lebens, aber sicher der schönste», sagte sie nach der Landung.

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