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Archiv
Sie graben in den Archiven des IWF. © K.Bertosi
Schlachthaus Theater, Bern

Illusion des Objektiven

Das multimediale Stück «Blackbox IWF» im Schlachthaus Theater entlarvt scheinbar objektives Filmmaterial aus einem Archiv als Kolonialismus.

Wie begegnet man dem eigenen Blick kritisch? Dieser Frage geht «Blackbox IWF», ein Projekt der Firma für Zwischenberichte und des Boat People Projekt nach. «IWF» steht in diesem Fall für das Institut für wissenschaftlichen Film in Göttingen. Dieses sammelte bis zu seiner Schliessung vor knapp 10 Jahren Filmmaterial kultureller und ethnologischer Praktiken, wie etwa der Kokosnussernte oder von Ritualen.

«Blackbox IWF» von Ute Sengebusch und Michael Westrich gräbt sich mit einer Performerin (Sengebusch) und einem Performer (Pakkiyanathan Vijayashanthan) durch das angeblich nicht wertende Material. Das Stück zeigt auf, dass die objektive Darstellung oft einen voyeuristischen Touch hat und von Überbleibseln des kolonialistischen Denkens geprägt ist, wie es aktuell auch der Film «African Mirror» mit Archivmaterial von René Gardi offenbart.

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