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Zurück in die goldene Ära der Operetten © © Anette Boutellier
Stadttheater, Bern

Im Champagner-Rausch

Walzerseligkeit bei Konzert Theater Bern: Nach sechs Monaten Winterschlaf kommt die Operette «Die Fledermaus» von Johann Strauss im Stadttheater zur Aufführung. Regie bei diesem Prunkstück der Operetten führt Alexander Kreuselberg.

Rache ist süss. Und – zumindest in der Handlung der Operette «Die Fledermaus» von Johann Strauss – amüsant und unterhaltsam. Weil Gabriel von Eisenstein den Notar Dr. Falke einst öffentlich zum Gespött machte, will sich dieser mit einer geschickt eingefädelten Intrige an seinem Freund rächen. Er lädt ihn ein zu einem Maskenball im Hause des Prinzen Orlofsky, wo der ahnungslose Eisenstein, berauscht von Champagner, Walzermusik und Tanz, in die Falle tappt und seinem Hang zur Untreue verfällt.

Gute-Laune-Musik

«Intrigen und Untreue sind typische Opernthemen, die noch heute eine hohe Aktualität haben», sagt der deutsche Regisseur Alexander Kreuselberg, der das Prunkstück der Goldenen Operettenära am Konzert Theater Bern inszeniert.

Die 1874 uraufgeführte Verwechslungskomödie ist eine der erfolgreichsten Operetten. «‹Die Fledermaus› verdankt ihre Popularität allerdings nicht der Handlung, sondern ihrer mitreissenden Gute­-
Laune-Musik», erklärt Kreuselberg. Zu den Schunkelmelodien, die sich schnell mal ins Ohr wurmen, gehören etwa das Duett «Glücklich ist, wer vergisst», oder die Arien «Ich lade gern mir Gäste ein» und «Klänge der Heimat». Alexander Kreuselberg erweckt auf der Bühne die Zeit um 1900 zu neuem Leben. Zwar finden sich gewisse Referenzen an die heutige Zeit, doch grösstenteils bleibt die Ästhetik der Entstehungszeit verpflichtet.

Verzwickte Dramaturgie

Bei der Umsetzung seines Konzepts achte er darauf, allen Handlungssträngen und Charakteren so gerecht wie möglich zu werden, so Kreuselberg: «Die Dramaturgie ist verzwickter, als man denken würde.» Darum gelte es, die Intention des Stücks besonders ernst zu nehmen – nur so funktioniere die Erzählung und dadurch am Ende auch die Pointe.

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