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Ohne «unerhörte Schale» steht der Schneider (Michael von Burg) am Tisch.© Judith Schlosser
KKThun

«Unerhörte Schale»

Die Kunstgesellschaft Thun präsentiert mit Gottfried Kellers «Kleider machen Leute» ein amüsantes und sozialkritisches Stück, dessen Kern heute aktueller ist als je zuvor.

Sich trotz beschränkter finanzieller Mittel mit überteuerten Marken­klamotten zu schmücken ist heute in etwa so weit verbreitet wie angeklebte Wimpern und Nägel aus Plastik. Selten besassen Äusserlichkeiten einen so hohen Stellenwert wie in unserer überbordenden Konsumgesellschaft.

 

«Welch ein Kern sich wohl aus so unerhörter Schale enthülsen werde?» Bereits Gottfried Keller behandelte in «Kleider machen Leute» die Thematik, wie leicht sich Menschen aufgrund von Statussymbolen wie Kleidern blenden lassen. Die Novelle aus dem Jahr 1874 handelt vom schüchternen Schneiderlehrling Wenzel Strapinski, der dank einer einzigen Garnitur an ausgewählten und edlen Kleidern für einen Grafen gehalten wird und daraufhin eine Sonderbehandlung geniesst.

Unter der Regie des Luzerners Elias Perring zeigt die Kunstgesellschaft Thun Kellers sozialkritische und mit vielen Irrungen und Wirrungen gespickte Erzählung in einer Produktion des Theaters Kanton Zürich.

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