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Erforschen soziale Codes: Anna Heinimann, Stefanie Inhelder und Kuan-Ling Tsai.© Laila Kammermann
Dampfzentrale, Bern

Von Manhood zur Humanhood

Vom Urknall zum «Female Bang». Die Berner Tänzerin und Choreografin Anna Heinimann zeigt ihr gleichnamiges Stück über Menschheit und Frausein in der Dampfzentrale. Die drei Tänzerinnen tauchen darin in fünf Zustände ein. «The Big Bang» wird als Beginn des Universums angenommen. Darin die Erde mit ihren eigenen Bangs: einmal hat es die Dinosaurier erwischt, mit dem «Female Bang» nun das Patriarchat. Der Titel des von Anna Heinimann choreografierten Stücks ist eine Auseinandersetzung mit dem ausufernden Begriff und Verständnis von Feminismus. Sie arbeitet sich mit dem Stück an der Rolle der tanzenden, weissen Frau, deren nahezu idealtypischem, gestähltem «Dancerbody» und dem Begriff der Menschlichkeit ab, die sie Humanhood nennt. «Momentan braucht es die Betonung des Weiblichen und der weiblichen Form, damit man das hinter sich lassen kann», sagt Heinimann.

«Wir haben uns mit der Frage beschäftigt, wie wir das Menschsein über unsere Körper zeigen und sichtbar machen können. Also über diese weiblichen, weissen, jungen Körper voller sozialer Codes, die sich darin abgelagert haben.» Diese Codes sollen aufgezeigt, aufgedeckt und überwunden werden.

Ermächtigungspotenzial ausleben

So stehen sich also drei Frauen gegenüber in einem Raum, den die Zuschauerplätze zu einem Pentagon formen. Darin spielt sich das «sehr physische Stück» ab, worin die Tänzerinnen «ihr Potenzial zur intensiven körperlichen Ermächtigung ausleben», sagt Heinimann. Dabei «tauchen» sie in fünf grundlegende menschliche – nicht weibliche – Zustände ein: naiver Körper (Unschuld), vibrierender Körper (Begeisterung), harter Körper (Wut), stiller oder weicher Körper (Schmerz) und flüssiger Körper (Lust).

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