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Vivien Bullert (Jill Usion), Philipp Nauer (Needer 101) und Saladin Dellers (Artie Fisch). © Yoshiko Kusano
Schlachthaus Theater, Bern

«Wir sind unglaublich absorbiert»

Die Berner Theatergruppe Club 111 präsentiert im Schlachthaus die Geschichte von Needer 101, dem ein Superrechner ein virtuelles Sozialleben generiert. Regisseurin Meret Matter über das neue Stück «Weg».

Veranstaltungsdaten

MI 20.03.2019 19.00
DO 21.03.2019 20.00
FR 22.03.2019 20.00
SA 23.03.2019 20.00

Meret Matter, was ist das für eine virtuelle Welt, an die sich der Protagonist Needer 101 anschliesst?
Es sind unterschiedliche Welten, die seine Bedürfnisse abdecken. So ist Needer 101 einmal der Bestimmende, dann wird er von anderen umsorgt, er erlebt sexuelle, abenteuerliche und gewalttätige Situationen. Dies passiert in teils realer, teils künstlicher Umwelt.

Wieso haben Sie das Stück zu fünft geschrieben?
Weil in den verschiedenen Welten die Art, wie die Figuren miteinander reden, variiert und sie für den Needer 101 andere emotionale Stimulationen erfordern. Das braucht unterschied­liche Stile und Fantasien.

Die Ausgangslage erinnert an die dystopische Serie «Black Mirror». Spielt auch «Weg» in der nahen Zukunft?
Ja. Wir verbringen ja jetzt schon Stunden online, können uns global vernetzen, das Leben anderer auf Instagram beobachten, gamen oder shoppen. Wir sind unglaublich absorbiert, im Kopf sind wir «weg». Wir können alles selbst erledigen und brauchen einander letztlich nicht mehr. Das macht unglücklich. Die Technologie mischt sich bereits in viele emotionale Dinge und ersetzt aufreibende soziale Kontakte.

Deutet die Inszenierung die neuen Technologien als eine Art Droge?
Ja, aber ohne zu werten. Die Digitalisierung hat ja auch gute Seiten. Ich profitiere ja selbst auch davon. «Weg» stellt die Frage ins Zentrum, ob emotionale Bedürfnisse durch neue Technologien abgedeckt werden können. Die Nachfrage nach digitaler menschlicher Nähe wäre sicher enorm. Und vielleicht kommt der Gedanke, dass die Fantasie auch einen Teil davon leisten könnte.

Events zu diesem Artikel

Bühne

Weg

Schluss mit dem aufreibenden analogen Sozialleben! Alles was wir brauchen, gibt es nun virtuell.  Schlachthaus Theater Bern, Bern 20.03.2019, 19.00
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Schluss mit dem aufreibenden analogen Sozialleben! Alles was wir brauchen, gibt es nun virtuell.  Schlachthaus Theater Bern, Bern 21.03.2019, 20.00
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Schluss mit dem aufreibenden analogen Sozialleben! Alles was wir brauchen, gibt es nun virtuell.  Schlachthaus Theater Bern, Bern 22.03.2019, 20.00
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Weg

Schluss mit dem aufreibenden analogen Sozialleben! Alles was wir brauchen, gibt es nun virtuell.  Schlachthaus Theater Bern, Bern 23.03.2019, 20.00

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