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Der Astronaut Charlie Duke hinterliess ein Foto seiner Familie auf dem Mond. © Rob Lewis
Dampfzentrale, Bern

«Ich bin eigentlich kein Space-Nerd»

In der Dampfzentrale ist der Dokumentarfilm «Lunar 
Tribute» in einer erweiterten Version zu sehen. Mit dabei sind die Stars des Films, der Astronaut Charlie Duke und dessen Frau Dorothy. Regisseur Rob Lewis im Interview. 1972 betrat der Amerikaner Charlie Duke als zehnte und bisher jüngste Person die Mondoberfläche, und liess dort ein Souvenir für die Ewigkeit zurück. Duke platzierte ein Foto von sich und seiner vierköpfigen Familie neben seinem Fussabtritt. Als der Fotograf Rob Lewis von Dukes Geschichte erfuhr, war für den Berner klar, dass daraus ein Dokumentarfilm entstehen muss. Lewis zeigt den Film in Bern in Anwesenheit des Ehepaars Duke in einer neuen Fassung.

«Lunar Tribute» erschien ja bereits 2018 und wurde positiv aufgenommen – warum die Entscheidung, den Film nochmals zu erweitern?
Das Original war nur gerade 40 Minuten lang, was eine schwierige Länge für Kinos ist. Die neue Fassung ist mit 60 Minuten deutlich länger. Aber vor allem habe ich letztes Jahr gemerkt, dass ich die Geschichte noch nicht 
fertig erzählt habe: Die erste Version von «Lunar Tribute» stellte Charlie Duke in den Mittelpunkt, aber seine Familie – das heisst, seine Frau Dorothy und die beiden Söhne – kam gar nicht zu Wort. Ich wollte ihnen ebenfalls die Chance geben, von der Zeit zu erzählen, als Charlie 1972 zum Mond flog. So ergab sich ein komplexeres, aber auch echteres Bild dieser Familie. Man sieht in der neuen Fassung, 
dass eben hinter diesem AstronautenTraum auch eine ganze Reihe zerplatzter Träume liegen, allen voran jene von Dorothy Duke.

Was hat Sie bei Ihren weiteren Recherchen am meisten überrascht?
Wie viel meine Fragen offenbar in der Familie Duke selbst ausgelöst haben. Ich hörte im Nachhinein, dass sie bis jetzt noch nie so offen über die Schattenseiten von Charlies Mond-­Mission gesprochen haben, und dass sie froh waren, dies nun zu thematisieren. Gerade zwischen Charlie Duke und seinem älteren Sohn hat offenbar durch den Film eine Annäherung stattgefunden.

Wenn Sie selber zum Mond fliegen könnten, würden Sie das Angebot annehmen?
Der Film hat mich ja eigentlich schon auf den Mond gebracht. Und ich bin eben selber eigentlich gar kein 
Space-Nerd! Aber grundsätzlich sollte man ja niemals Nie sagen  … Wobei, ich weiss nicht, ob ich das meiner Familie antun möchte.

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