mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Fabienne ist schwer krank und will ihren Kindern Erinnerungen an sie schenken. © Cineworx
Jetzt im Kino

«Los, lebt!»

Die schwer kranke Fabienne will von ihrer Freundin Nathalie wissen, wie sie als Kind mit Todesfällen in ihrer Familie umgegangen ist. Für den Dokumentarfilm «Apfel und Vulkan» begibt sich diese auf eine berührende Suche nach dem, was bleibt.

Was tut man, um Erinnerungen am Leben zu halten? Aus einem Kern einen Baum pflanzen? Ein aufklappbares Medaillon mit einem Foto versehen? Ein uraltes, abgewetztes Sofa restaurieren, statt ein neues zu kaufen? Der Dokumentarfilm «Apfel und Vulkan» von Nathalie Oestreicher begibt sich auf eine berührende Suche nach dem, was bleibt. Fabienne, die beste Freundin der Filmemacherin, ist schwer krank und weiss nicht, wie viel Zeit ihr noch bleibt. Ihrem Schicksal stellt sie sich ohne Tabus. Die grössten Gedanken macht sie sich um ihre zwei kleinen Töchter, die sie immer hätte beschützen wollen: «Bis zu meinem Tod will ich ihnen Erinnerungen mit mir schenken», sagt Fabienne mit einem Flackern in den Augen, das sie alles andere als lebensmüde erscheinen lässt. Sie will von Nathalie wissen, wie sie als Kind mit dem Tod ihres Vaters und ihres geliebten Halbbruders umgegangen ist, will verstehen, was ihre Töchter bald erleben werden. Dies zwingt die Aargauerin, in ihrer eigenen Vergangenheit zu graben.

Ohne schwarzen Trauerschleier

Der Film behandelt auf subjektive Weise ein unaussprechlich trauriges Thema, macht aber, dank der beispiellos starken Protagonistin, Mut. Ihren Töchtern will Fabienne zwar in Erinnerung bleiben, jedoch ohne den schweren, schwarzen Schleier der Trauer. Immer wieder sagt sie, mit einer solchen Eindringlichkeit, dass sich ihre Lippen kräuseln: «Los, lebt! Lebt intensiv!»

Events zu diesem Artikel

Keine Veranstaltungen

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden