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Bratschist und Musiklehrer Alejandro Mettler baut Windmühlen, statt Mauern. © ZVG

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Alejandro Mettler, Bratschist, Camerata Bern

«Nach der ersten Enttäuschung über die abgesagten Konzerte, die abgesagten Ferien und der Überraschung, nicht ans Konservatorium gehen zu können, habe ich bald die Vorteile, die so eine ungewöhnliche Situation bietet, erkannt. Plötzlich etwas zur Ruhe zu kommen nach so vielen Jahren mit Konzerten, Schülerinnen und Schülern! Endlich durfte ich ohne schlechtes Gewissen auf die Bremse treten. Endlich wieder mal etwas üben, nur zum Spass. Ich kann mich nicht erinnern, eine so lange Zeit in der Schweiz und zu Hause gewesen zu sein. Und trotzdem war mir klar, dass es eine schwierige und auch gefährliche Zeit ist, was mich immer wieder nachdenklich gemacht hat. Und da war auch immer die Frage, die sich alle gestellt haben: Wie wird es wohl weitergehen? Wie wird die neue Normalität sein? Wann werden wir wieder auf der Bühne stehen? Zum Glück blieb mir aber die Freude, meine Schülerinnen und Schüler per Skype unterrichten zu können. Ich konnte sie in ihrer vertrauten Umgebung beobachten und dabei auch ein paar Plüschtierchen und Meerschweinchen kennenlernen. Diese neue Art des Unterrichts habe ich so positiv erlebt, dass ich sie durchaus als Ergänzung zum normalen Präsenz­unterricht sehe. Ich musste an das alte chinesische Sprichwort denken: ‹Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.› Ich habe mich fürs zweite entschieden.»

 

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