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Vielstimmig: der Amadeus Chor Bern. © ZVG
Französische Kirche, Bern

«Das macht man wohl nur einmal im Leben»

Seit zwanzig Jahren singt Urs Schneider im Amadeus Chor Bern, heute ist er auch Präsident. Zum 30-Jahr-Jubiläum wagt sich der Chor nun an Bibers «Missa Salisburgensis».

Zwei achtstimmige Chöre, 16 Solisten, ein Orchester – die «Missa Salisburgensis» von Heinrich Ignaz Franz Biber ist ein Mammut-Werk.
Es ist eine riesen Herausforderung für uns alle. Wir haben ja nur acht Stimmen, die anderen acht werden vom RegioChor Binningen-Basel gesungen. Doch haben wir nur ein paar wenige gemeinsame Proben und ein Probenwochenende. Wie bei einem Puzzle fehlt immer etwas.

 

Wie probt man denn, wenn fast immer die Hälfte fehlt?
Ab und zu singt unser Dirigent Bohdan Shved die eine oder andere Stimme mit. Es klingt halt einfach unfertig. Diese Spannung aber macht es für uns auch gerade so interessant. Insgesamt sind wir 160 Leute auf der Bühne – das wird bombastisch! Das macht man wohl nur einmal im Leben.

Biber komponierte die Messe für den Salzburger Dom, liess mehrere musikalische Inseln aufstellen, gesungen wurde teilweise räumlich übers Kreuz – wie muss man sich das in der Französischen Kirche vorstellen?
Die gleiche Akustik bekommen wir natürlich nicht hin, dafür bräuchten wir eine Rundum-Empore. Um dem jedoch möglichst nahe zu kommen, werden wir mit zusätzlichen Podesten arbeiten, die beiden Chöre werden getrennt, die Musiker sind räumlich verteilt.

Im Programm trennt ihr auch die Messe selber …
… und schieben zweimal Monteverdi und einmal Bortnjanski rein, genau.

Warum?
Die zusätzlichen Werke sollen als Überleitungen zwischen den verschiedenen Teilen der Messe dienen. Das klingt vielleicht etwas merkwürdig, ein Werk aufzuteilen. Doch wir machen das nicht zum ersten Mal. Es gibt schlicht ein Neues Ganzes.

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