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Wagnis für sie – und fürs Publikum: Johanna Schwarzls Konzert für Demenzkranke.© Diana Suchanek
Casino Bern

Erinnern und vergessen

Johanna Schwarzl hat mit «Souvenir» ein Matinée-Konzert zusammengestellt, das sich an Menschen mit Demenz richtet. Gemeinsam mit Musiker*innen des BSO, Vital Julian Frey und Vera Hiltbrunner spielt die Flötistin im Casino Bern.

Johanna Schwarzl, wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Konzert für Menschen mit Demenz zu konzipieren?
In meiner Familie gibt es Menschen mit Demenz. Ausserdem begegnete ich letztes Jahr einem älteren Menschen, der mir erzählte, dass seine nun demenzkranke Frau früher immer an den Konzerten des Berner Symphonieorchesters war und dies nun nicht mehr könne. Diese Begegnung regte mich dazu an, nach Möglichkeiten zu suchen.

Sie haben für «Souvenir» mit dem Verein Alzheimer Bern zusammengearbeitet. Was galt es zu beachten?
Ich habe für das Konzert Stücke gewählt, die verständlich und kurz sind. Beispielsweise die zwei Flötenkonzerte von Vivaldi. In dem einen Konzert geht es um Gespenster, im anderen um Vögel. Man kann sich darunter leicht etwas vorstellen. Zwischen den Stücken haben wir kleine interaktive Teile eingebaut, wie Berner Volkslieder, bei denen das Publikum mitsingen kann. Das Programm bindet unterschiedlichen Sinne ein.

Wie, denken Sie, wird das Publikum reagieren?
Das ist kaum vorhersehbar. Es ist zwar wissenschaftlich erwiesen, dass demenzkranke Menschen sehr stark auf Musik reagieren, aber wie, das ist sehr unterschiedlich. Vielleicht singen sie mit oder beginnen zu klatschen. Vielleicht ist es für eine Person aber auch unangenehm und sie möchte gehen – auch darauf müssen wir vorbereitet sein.

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