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Auch Rebekka Lindauer führt augenzwinkernd durch das Museum.© Rebekka Lindauer, Toshimi.
Bernisches Historisches Museum

Pointenreich durchs Museum

Kleine Formationen in separaten Räumen, Tour-Guides der schlagfertigen Sorte und ein Publikum, das sich in Kleingruppen durch die Räume bewegt: So feiert das Berner Kammerorchester im Historischen Museum seine Saisoneröffnung. Kammermusik ist das Musikformat der Stunde. Grössere Häuser wie etwa die New Yorker Met oder die Opéra National de Paris bleiben weitere Monate geschlossen, andere wie etwa die Salzburger Festspiele versuchen es mit intensivem Testen, einem krassen Sicherheitskonzept und den Wiener Philharmonikern, die laut «Der Bund» die Tage «sozusagen in Kollektivhaft» verbracht haben. Während Corona können kleinere Veranstalter und Formationen einfacher agieren und kreieren. Das Berner Kammerorchester stellt dies mit seiner Saisoneröffnung «Wort und Klang im Museumsschloss» in Zusammenarbeit mit dem Bernischen Historischen Museum und vier Gästen aus der Poetry-Slam-Szene unter Beweis: Martina Hügi, Renato Kaiser, Matto Kämpf und Rebekka Lindauer.

Migration oder Migräne?

Das Orchester aus über 30 Profimusikerinnen und musikern unter der Leitung von Philippe Bach spielt, in unterschiedliche Formationen aufgeteilt, in vier Räumen des Historischen Museums. Im Einsteinmuseum etwa den Lieblingskomponisten des Physikers, Mozart, genauer dessen Duo in G-Dur. Diesem folgt im nächsten Raum Paul Hindemiths Septett für Bläser.

Im Orientalischen Saal werden Alexander Porfirjewitsch Borodins «Steppenskizze aus Mittelasien» und Fazil Says «Alla Turca Jazz» gespielt – Stücke, die eine spannende Auseinandersetzung mit den allzu diffusen, exotisch überhöhten Orientalismen erlauben. Letzte Station ist der Raum der Ausstellung «Homo Migrans», hier wird mit scharfen Pointen und schrägen Wortspielen hantiert.

Renato Kaiser etwa gibt im Trailer zum Abend schon preis: «Homo Migrans chunnt jo vo Migräne und das leitet sich ab von mir gränne und das heisst übersetzt mir hends lustig.»

Das Publikum wird in je einer 12er-Gruppe durch die Konzerte und Darbietungen in den unterschiedlichen Räumen geführt.

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