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«Ein ausdrucksstarker Lyriker»: der russische Pianist Vitaly Pisarenko.© Yoshie Kuwayama
Zentrum Paul Klee, Bern

Sanft und anpackend

Die richtige Balance zwischen Ehrgeiz und Leidenschaft macht es aus: Der russische Pianist Vitaly Pisarenko spielt in der Reihe «International Piano Series» im Zentrum Paul Klee.

Dem Begriff Wunderkind haftet ein negativer Beigeschmack an. Auch der russische Pianist Vitaly Pisarenko begann schon in jungen Jahren mit dem Klavierspielen. Mit 5 Jahren überredete er seine Eltern dazu, ihn an eine Musikschule zu schicken. Als er 11 war zog seine Familie seinetwegen nach Moskau, wo er studierte. In einem Videointerview zeigt er sich jedoch skeptisch gegenüber der extremen musikalischen Frühförderung von Kindern. Der anfängliche Eifer wich mit 13 Jahren einer Abneigung gegenüber dem exzessiven Üben. Seine Eltern und Lehrer hätten ihn dann wieder angespornt – genau im richtigen Mass. «Wenn Kinder zu sehr gepusht werden, kann das dazu führen, dass sie die Musik ganz aufgeben. Die richtige Balance ist wichtig», sagt er. Offensichtlich ist seine Liebe zur Musik nach dem Teenageralter neu entfacht. Heute, mit 31 Jahren, ist Pisarenko ein gefragter Konzertpianist, der mit sichtbarer Leidenschaft in seinem Spiel aufgeht.

Wie der junge Franz Liszt

Als «immens begabter Pianist mit ungeheurer Technik, unzähligen Klangfarben und akribischer Präzision» beschrieb ihn die «New York Times». Natalie Lafranchi, Organisatorin der Reihe «International Piano Series», sagt über Pisarenko: «Er ist ein ausdrucksstarker Lyriker und ein intelligenter musikalischer Gestalter, der durch die fantasievollen Interpretationen jedes Werk lebendig werden lässt.» Sowohl seine Spielweise als auch sein Äusseres werden mit dem jungen Franz Liszt verglichen. Im Zentrum Paul Klee spielt er neben zwei eher selten gespielten Balladen dieses ungarischen Komponisten, Werke von Brahms, Schumann und Chopin.

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