mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
«Es geht um das Aufeinanderprallen von religiösen Überzeugungen», sagt Wüstendörfer.© Dominic Buettner/Zuerich
Casino Bern

Showdown der Götter

Unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer führen der Berner Bach Chor, die Camerata Schweiz und ein Solisten­ensemble das Oratorium «Elias» von Felix Mendelssohn Bartholdy im Casino Bern auf. «Mendelssohn’s ‹Elias› ist voller Ohrwürmer», sagt die schweizerische Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer. Unmittelbar zugänglich sei zum Beispiel der achtstimmige Choral «Heilig ist Gott, der Herr», bei dem die Stimmen «wie Engelsgesang» klingen würden. Das gross angelegte Musikepos für Chor, Gesangssolistenquintett und Orchester, uraufgeführt im Jahr 1846 in Birmingham, bietet jedoch auch zahlreiche packend-dramatische Momente, wie man sie etwa im Chorsatz «Und der Prophet Elias brach hervor wie ein Feuer» erleben kann.

Feurige Rosse

Das Libretto des Oratoriums speist sich aus Texten der Luther-Bibel; hauptsächlich aus dem ersten Buch der Könige. «Es geht inhaltlich um ein Aufeinanderprallen von religiösen Über­zeugungen», sagt Wüstendörfer, «Elias fordert Baal, der in Nordisrael als Gott verehrt wird, zu einem Showdown mit ‹seinem› Gott Jahwe heraus.»

Im Oratorium lässt Mendelssohn den Chor als Volk Israel auftreten, wobei der Komponist der Romantik die Rolle des Elias einer Bassstimme zudachte. Bei der «Elias»-Aufführung des Berner Bach Chors und der Camerata Schweiz unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer ist es der Basler Bassbariton Robert Koller, der sich der Partie des alttestamentarischen Propheten annimmt. In der berühmten Arie «Es ist genug» bringt Elias sein Leid zum Ausdruck, bevor ihn feurige Rosse in einem Wagen in den Himmel ziehen.

Events zu diesem Artikel

Keine Veranstaltungen

Folgen Sie uns

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden