mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Eine der sieben Stimmen, die di Lassos Zyklus singen: Sopranistin Viola Blache.© Antje Kroeger
Berner Münster

Sieben Stimmen

Bernvocal widmet sich an der kommenden Abendmusik im Berner Münster Orlando di Lassos Zyklus «Lagrime di San Pietro», die dieser für Papst Clemens VIII. komponierte.

Sieben Stadien der Trauer des Petrus, sieben Schmerzen der Gottesmutter, nachempfunden in siebenstimmigem Gesang – in einem Zyklus, der drei Blöcke zu je sieben Stücke umfasst. Und nur sieben der acht Kirchentöne klingen dabei an: «Le Lagrime di San Pietro» ist das an Zahlensymbolik reiche Opus Magnum des Madrigalkomponisten Orlando di Lasso (1532–1594) – und sein Vermächtnis: Nur drei Wochen vor seinem Tod schrieb der Komponist der franko-flämischen Renaissance den italienischsprachigen Liederzyklus aus 20 geistlichen Madrigalen, der in einer lateinischen Motette seinen Abschluss findet. Di Lasso komponierte ihn für Papst Clemens VIII. in München, erlebte die Aufführung des Werks aber nicht mehr. In den Vertonungen des Dichters Luigi Tansillo (1510–1568) beweint und bereut Petrus seine Verleugnung Christi. «Präzise, im höchsten Mass verfeinert und gleichzeitig fast asketisch in seiner musikalischen Sprache, in der keine Note überflüssig ist» – so beschreibt es Dirigent Fritz Krämer, der künstlerische Leiter von Bernvocal. Das Vokalensemble bringt das siebenstimmige Opus im Rahmen der Abendmusiken im Berner Münster zur Aufführung, unter anderen mit den Sopranistinnen Kristen Witmer und Viola Blache. 

 

Events zu diesem Artikel

Keine Veranstaltungen

Folgen Sie uns

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden