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Von der Wigmore Hall nach Interlaken: Stradivari Quartett.© Patrick Gutenberg

So klingt Schumann auf Stradivaris

Sie spielen auf Instrumenten von unschätzbarem Wert: Die vier Musiker*innen des Stradivari Quartetts spielen Schumanns Streichquartett in a-Moll. «Klangwellen» heisst das Programm, mit dem sie den Kursaal in Interlaken besuchen.

Tatsächlich spielen heute noch zwei Mitglieder des in der Schweiz basierten Ensembles auf von Stradivari gebauten Instrumenten – Wang Xiaoming auf der 307-jährigen Violine «Aurea» und Maja Weber auf dem 305-jährigen Violoncello «Bonamy Dobree-Suggia». Lech Antonio Uszynskis Geige wurde von Hendrick Willems gebaut – und ist mit ihren 332 Jahren sogar noch älter. Änderungen gibt es also, sogar in der 
Klassik: So wurden auch die saisonalen «Winterklänge» des Stradivari Quartetts zu ganzjährigen «Klangwellen»-Konzerten erweitert.

Zum Geburtstag von Clara

Was sich gleich bleibt, ist die intensive Auseinandersetzung mit einem Komponisten während der ganzen Saison. Nach Schubert, Mozart, Beethoven, Mendelssohn und Brahms liegt dieses Jahr der Fokus des Quartetts auf Robert Schumann. Sein Werk ist umfangreich, vor allem seine Klaviermusik und Lieder. Streichquartette hingegen schrieb er nur drei. Anfang 1842 kamen ihm erstmals «quartettistische Gedanken», wie er in seinem Haushaltsbuch notierte. Im September desselben Jahres vollendete er die Stücke dieser ihm neuen Gattung. Rechtzeitig, um sie an Claras 23. Geburtstag uraufzuführen.
Den Kursaal in Interlaken hat das Stradivari Quartett wegen seiner Bedeutung für die hiesige Kammermusik als Aufführungsort auserkoren. Hier werden nun ebenjene Quartette Schumanns aus dem Herbst 1842 auf Instrumenten erklingen, deren symbolischer wie materieller Wert kaum zu fassen ist.

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