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Bach, zum Mitsingen: Solche und andere Ideen will das ensemble ardent umsetzen.© Roland Finsterwalder

Stimmpotenzial ergründen

Der Kanton Bern fördert die Weiterentwicklung von elf Berner Konzertchören. Zu den Begünstigten gehört auch das Vokalensemble ardent.

Als das Amt für Kultur des Kantons Bern Ende 2019 den Kulturförder­akzent «Chantons! Impulsbeiträge für Konzertchöre» ausschrieb, gab es noch kein Ver­­anstaltungs- und Singverbot. Das Versprechen des Kantons, die Berner Chorkultur mit insgesamt 250 000 Franken zu stärken, behielt jedoch auch während der Coronakrise seine Gültigkeit. Die Gesuche, die die Chöre im Verlauf des letzten Jahres einreichen konnten, mussten eine Vision einer Neupositionierung und einen provisorischen Massnahmenplan über mehrere Jahre aufweisen. Die Kriterien, nach denen eine Fachjury die 29 eingegangenen Dossiers beurteilte, waren etwa Wirksamkeit, Professionalität, Dringlichkeit, Plausibilität und Angemessenheit.

Mitte Januar wurde nun bekannt gegeben, dass sich elf Konzertchöre über Impulsbeiträge zwischen 15 000 und 25 000 Franken freuen dürfen. Zu den begünstigten Gesangsformationen gehören etwa der Berner Münster Kinder- und Jugendchor, der Frauenchor Reitschule Bern, das Vokalensemble Novantiqua, der JazzChorBern sowie der Verein ensemble ardent.

Mitsing-Aktionen

Das Dossier des ensemble ardent trug den Titel «Begeisternd und überraschend». «Wir fanden, dass diese beiden Wörter uns am treffendsten beschreiben», sagt Patrick Secchiari, der künstlerische Leiter des Ensembles. «Seit der Gründung vor elf Jahren begeben wir uns immer wieder gerne auf neues musikalisches Terrain und gestalten Konzerte in unkonventionellen Settings.»

Ein Gebiet, mit welchem sich das ensemble ardent in den nächsten Jahren vertieft auseinandersetzen will, ist die Musik Johann Sebastian Bachs. Als konkretes Projekt sei die vollständige Aufführung von dessen Weihnachts­oratorium geplant, sagt Secchiari: «Zunächst präsentieren wir das barocke Meisterwerk auf eine traditionelle Art, doch in den Folgejahren wollen wir der Darbietung eine szenische Ebene hinzufügen und dem Publikum mit Mitsing-Aktionen neue Erfahrungen ermöglichen.»

Körperbetonte Techniken

Mit dem Geld, das der Chor vom Kanton erhält, kann er sich unter anderem professionelle Coachings in den Bereichen Alte Musik, Stimm- und Körperarbeit sowie Strategieplanung und Unternehmensführung leisten. Secchiari kündigt an, dass sich das 
Ensemble den Geiger John Holloway als Experten für historische Aufführungspraxis heranziehen wird. Und sobald die Regierung dem Chorgesang wieder grünes Licht gibt, will der Dirigent die niederländische Tänzerin Panda van Proosdij engagieren, damit sie das Stimmpotenzial der Sängerinnen und Sänger mit ihren besonderen körper- und bewegungsbetonten Techniken ergründet und weiter zur Entfaltung bringt.

www.ardent.ch

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