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Flötistin Katherine Bryan ist in Bern erstmals zu hören. Sie präsentiert ein eigens für Flöte umgeschriebenes Stück.© Olivia Shaw
Casino, Bern

Von der Natur inspiriert

Quicklebendige Vögel und idyllische Landschaften: Das Berner Symphonieorchester spielt am 2. Symphoniekonzert Werke mit Naturmotiven. Es soliert die britische Flötistin Katherine Bryan.

Seit der frühen Renaissance bis heute lassen sich Komponisten vom Gesang der Vögel inspirieren. Sie komponieren Werke, in denen Instrumente oder die menschliche Stimme das Zwitschern, Tirilieren, Pfeifen, Krächzen, Trällern oder Gurren der Federtiere naturgetreu oder künstlerisch verändert nachahmen. Wie gut sich etwa die Flöte zur Imitation von Vogellauten eignet, kann man sich am 2. Symphoniekonzert des Berner Symphonieorchesters (BSO) anhören.

Beflügelte Solostimme

In der Schweizer Erstaufführung des Flötenkonzerts «Birds in the morning» des finnischen Avantgarde-Komponisten Erik Bergman interpretiert die junge Flötistin Katherine Bryan den Solopart. «Bergman setzt in diesem Werk aussergewöhnliche und erweiterte Spieltechniken ein, um eine möglichst echte Repräsentation der Vogelstimmen zu erreichen», sagt Bryan. Und weil die Notation ihr viele Freiheiten erlaube, spiele sie das Stück niemals zweimal gleich.

Anschliessend präsentiert Katherine Bryan zusammen mit dem BSO die träumerisch-kontemplative Komposition «The Lark Ascending» von Ralph Vaughan Williams, die mit einer beflügelten Solostimme über sehnsuchtsvollen Orchesterharmonien den Aufstieg einer Lerche in den Himmel nachzeichnet. Der britische Komponist schrieb das populäre Werk ursprünglich für Violine und Orchester, doch Bryan transkribierte die solierende Geigenstimme nun für Flöte. «Herausforderungen waren der kleinere Tonumfang der Flöte und die Notwendigkeit zu atmen», erklärt Bryan. Diese Version gefalle ihr aber sogar besser als das Original und sie sei sich sicher, dass es Vaughan Williams in dieser Ausführung auch geliebt hätte.

Folkloristisch angehaucht

Die beiden anderen Kompositionen auf dem Programm entführen die
 Zuhörenden in entlegene Naturlandschaften: Zunächst spielt das BSO unter der Leitung von John Storgårds die Rhapsodie-Ouvertüre «En Fantasirejse til Færøerne» (Eine Fantasiereise zu den Färöer-Inseln) von Carl Nielsen, die wie ein Soundtrack die inneren Bilder dieser nordischen Gegend untermalt. Und im Hauptwerk des Abends, der lichten und folkloristisch angehauchten 8. Symphonie von Antonín Dvořák, kann man gut nachfühlen, dass sich der tschechische Komponist von der Landschaft rund um seinen Sommersitz in Vysoká u Příbramě inspirieren liess.

 

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