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Das Nerida Quartett lässt sich gerne bis an seine Grenzen herausfordern.© Nicole Benz
Diverse Orte, Adelboden und Umgebung/Elfenaupark, Bern

Wie eine Goldmine

«2020 - jetzt erst recht!», lautet das Motto der diesjährigen Ausgabe des Swiss Chamber Music Festival. Im Vordergrund stehen sechs Preisträgerkonzerte mit jungen Kammermusikensembles.

Sie sind jung, hochmusikalisch und voller Energie: die Geigerinnen Saskia Niehl und Nevena Tochev, der Bratschist Pietro Montemagni und die Cellistin Alma Tedde. Zurzeit befinden sie sich im Master-Studium an der Hochschule der Künste Bern, und seit 2018 musizieren sie erfolgreich zusammen als Nerida Quartett. Letzten Herbst haben sie sich mit dem ersten Preis des Kammermusikwettbewerbs «Orpheus Competition» zugleich ein Auftrittsticket für das anstehende Swiss Chamber Music Festival im Berner Oberland erspielt.

Bis an die Grenzen

Das Programm, das die vier Musiktalente nun in der Kirche Adelboden präsentieren, umfasst neben dem leidenschaftlichen Streichquartett in a-Moll von Robert Schumann auch die «Métamorphoses nocturnes» von György Ligeti. «Dieses Werk ist für uns wie eine Goldmine», sagt Pietro Montemagni über das erste Streichquartett des österreichisch-ungarischen Komponisten, «wenn auch die überaus reiche Tonsprache und deren interpretatorische und technische Schwierigkeiten uns bis an unsere Grenzen herausfordern, so ist diese Erfahrung hinsichtlich unserer Ansprüche an Ausdruck, Kontinuität und Kohärenz sehr lehrreich und wertvoll.»

An diesem Konzert gibt es ausserdem eine Uraufführung zu erleben: Das Nerida Quartett interpretiert das erste Streichquartett «Nachtstück und Tagelied» des Schaffhauser Komponisten Lukas Stamm, welches die Zeitwahrnehmung während der Nacht mit klanglichen Mitteln und Effekten reflektiert.

Fahrbare Bühne

Aufgrund der aktuellen Situation mussten die künstlerische Leiterin Christine Lüthi und der Verein des Swiss Chamber Music Festival das traditionelle Festivalkonzept etwas taillieren: die Konzerte mit prominenten Gästen fallen weg, dafür gibt es neben den sechs Preisträgerkonzerten ein erweitertes Rahmenprogramm zu entdecken: Amuse-Bouches, ein wanderndes Festivalklavier, eine fahrbare Bühne, Morgenklänge in der Kirche, Hörspaziergänge sowie ein neuer Klang-Hörweg laden ein, Musik auf unterschiedliche Arten zu erfahren und zu geniessen. Jetzt erst recht.

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