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One Sentence. Supervisor inszenieren sich auf den als Stockfotos getarnten Pressebildern im schmierigen Businesslook.© Philippe Bodinger
Diverse Orte, Bern

«Anfaulender Glaube»

Zur 20. Ausgabe der Tour de Lorraine, unter dem Motto «Klimagerechtigkeit», finden Podien, Workshops und Konzerte statt, unter anderem von One Sentence. Supervisor.


Musikalisch bewegt sich das dritte Album «Acedia» der Band One Sentence. Supervisor im Kraut-Pop mit elektro­nischen Einschlägen. Das pochende Wechselspiel zwischen Schlagzeug und Bass und die psychedelisch-verzerrte Oud verleihen dem Sound der Aargauer Truppe eine ganz eigene Couleur.

 

Grauenvolle Widersprüche

Beschrieben werden könnte der Ausdruck «Acedia», der aus dem frühen Mittelalter stammt, in etwa als ein 
«von Innen anfaulender Glaube». In etwa vergleichbar mit dem Grauen, das einen überkommt, wenn man eine Doku über die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in fernöstlichen Fabriken schaut und leer schlucken muss, weil man sich vor Kurzem tonnenweise Billigschrott aus China online bestellt hat. Oder wenn man übers Wochenende für 20 Franken nach London fliegt und in eine Klimademonstration gerät. Kurz gefragt: Wie gehen wir als Individuen mit globalen Krisen um, wo unser Handeln stark damit verstrickt ist?

In der Klimahalle

«Klimagerechtigkeit» lautet auch das Motto der 20. Ausgabe des Widerstandsfests «Tour de Lorraine», in dessen Rahmen die Grosse Halle zur 
«Klimahalle» wird, wo Podiumsdiskussionen und Workshops stattfinden. Zudem findet eine Winterwanderung nach Davos statt und an Vorträgen kann mehr zu Ökofeminismus oder der Rolle des Finanzsektors erfahren werden. In diversen Lokalitäten wie etwa dem Café Kairo, dem Kapitel oder dem ISC spielen Bands, neben One Sen­tence. Supervisor etwa AUL, Tommy Lobo, Manara, L’Eclair und viele weitere.

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