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© Jen Ries
Bären Biglen / Kulturhof Schloss Köniz

Auf den einen Weg

Anna Rossinelli ist zu einer gereiften Musikerin gewachsen, dennoch muss sie manchmal noch gegen die ESC-Schublade ankämpfen. Spätestens mit dem aktuellen Album «White Garden» sollte dies vorbei sein.

Diese Woche ist es genau ein Jahr alt, das neuste Album von Anna Rossinelli, «White Garden». «Es ist krass, wie die Zeit vorbeiflog, ich stehe schon wieder ganz an einem anderen Punkt», sagt die 32-jährige Baslerin. Auch musikalisch. «Da spielst du ein Jahr lang dieselben Songs immer und immer wieder und plötzlich merkst du an der einen oder anderen Stelle: ‹Ah Mann! So hätte man es machen sollen.›»Aber genau das sei das Interessante am Musik machen. Mit der Routine schaffe man sich eine neue Basis und damit eine neue Freiheit. Man entwickle sich stets weiter, sei in einem ständigen Wandel, sagt Rossinelli. Auch live auf der Bühne. Wie ein Garten, daher auch der Albumname.

Ein Album, auf welchem Rossinelli und ihre beiden Mitstreiter Georg 
Dillier und Manuel Meisel ihre vergangenen Jahre verarbeiteten – Trennung, Schmerz, Liebe, Neuanfang -, ohne jedoch jammernd oder vorwurfsvoll zu klingen. Ein Album, auf welchem die Band sich wieder finden musste. Ein Album, das so ganz anders klingt als die drei davor.

Poppiger kommt es daher, mit Synthies. Elektronischer, voller, runder. Vor zwölf Jahren fanden die drei Musiker mit Stimme, Gitarre und Bass zusammen, spielten auf den Strassen Europas, in Wohnzimmern, spielten sich ins Finale des Eurovision Song Contests, verschwanden wieder, ploppten hie und da auf, bis sie heute zu einer gereiften Band gewachsen sind. Obwohl Rossinelli mit «White Garden» ihre Band vergrössert hat, treten sie auch immer noch im Trio auf. Beispielsweise am Konzert in Biglen, wenn das Album genau ein Jahr alt wird.

 

 

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