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Analoges Knistern: Luzius Schuler stellt sein Soloalbum «Moon is the oldest TV» vor. © ZVG
Turnhalle im Progr, Bern

Auftakt ins Ungewisse

Mit Konzerten von Mory Samb, Luzius Schuler und Leoni Leoni, einer Kinderdisco und einem DJ-Workshop läutet Bee-flat die neue Konzertsaison ein, in der vieles Ungewiss ist – ausser dem Bekenntnis zum «Global Sound» und spannenden Entdeckungen.

 

Verschieben, absagen, Sommerkonzerte im Innenhof anbieten, Verschobenes erneut verschieben und jetzt endlich ansagen: Bee-flat startet mit der Kinderdisco Club Lento Junior, einem DJ-Workshop und zwei Album­taufen in die Saison.

Mory Samb aus Senegal präsentiert sein zweites Album «Djam Nouyona» live mit der sechsköpfigen Band aus Schweizer Musikern, die in Formationen wie den Kummerbuben, Züri West und Stop The Shoppers unterwegs sind. Samb, der singt und das traditionelle Saiteninstrument Ngoni spielt, hat ein gutes Gespür für die Vermischung der Griot-Tradition, die er mit viel Poetik und Timbre vermittelt, mit jazziger Perkussion und Bläser-Partien.

Bubbles der Lavalampe

Auch das Doppelkonzert am zweiten Abend des Saisonauftakts bietet viel, und zwar auch viel Lokales. Leoni Altherr alias Leoni Leoni kreiert Soundwolken voller entschleunigter Klänge, die sich vermengen, um sich wieder auseinanderzuziehen wie die Bubbles einer Lavalampe. Und plötzlich zieht ein klarer Beat durch das Stück wie ein Lichtstrahl eines Strobos. Ihren Slow-Synth-Pop produziert die Bernerin mit einem Yamaha DX7 von 1987.

Schliesslich weiht Luzius Schuler, ebenfalls Berner, sein Solo-Debüt «Moon is the oldest TV» ein. Seine Klavierimprovisationen stehen in der Tradition eines Nils Frahm oder 
Martin Kohlstedt. Sie leben vom analogen Knistern der Pedale und Hämmerchen, dem Knarzen des Klavierstuhls und kippen im entscheidenden Moment leichtfüssig in feine jazzige Dissonanzen und sphärische Klang­experimente.

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