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Fado, Chanson, Mundartverse: Elina Dunis Stimme fasst sie alle. © Clément Puig
Turnhalle im Progr, Bern

Die Kulturentaucherin

«Partir», das erste Soloalbum der albanisch-schweizerischen Sängerin Elina Duni, zergeht auf der Zunge wie Bitterschokolade. Sie spielt bei Bee-flat im Progr.

Ohne Band, ohne ihren früher wichtigsten Gefährten Colin Vallon. Nur Elina Duni und hie und da eine akustische Gitarre, ein Klavier oder feine Perkussion. «Partir» ist das erste Soloalbum der Musikerin mit albanischen Wurzeln, die seit ihrer Kindheit in der Schweiz lebt.

Erdig bis träumerisch

Der Fokus liegt auf Dunis gefühlvoller Sopranstimme, die im zweiten Lied auffordert: «Let Us Dive In», lass uns eintauchen. Es geht auf eine Reise durch Volksmusik des Balkans, von Duni mal erdig-brachial («Ani Kaj Lulije»), mal träumerisch und mit Jazzvariation gefärbt («Vaj Si Kenka»).

Aber auch portugiesischer Fado («Meu Amor»), französisches Chanson («Je ne sais pas») und Mundartverse («Schönster Abestärn») finden Platz. Jede einzelne Sprache lässt sich Duni auf der Zunge zergehen wie Bitterschokolade. Das schmeckt auch zum Hören gut – mit «Vishnja» («Kirsche») obendrauf.

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