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Spätestens mit dem zweiten Album «The Very Start» ist Emilie Zoé gut gelandet.© Anais Blanchard
Cafe Bar Mokka, Thun / Turnhalle im Progr, Bern /

Gefühl braucht keine Regeln

Im Cafe Bar Mokka und bei Bee-flat tritt die Sängerin und Gitarristin Emilie Zoé auf.

«I dream of a comfort line / of a curly hair / that leads to some / weird land / where weak can be strong», beginnt Emilie Zoé ihren «Tiger Song». Etwas ungreifbar vielleicht, doch hört man der Neuenburgerin zu, dann trifft sie mit ihrer Abstraktheit mitten ins Gefühlszentrum und man versteht einfach. Die Gitarristin und Sängerin bringt durch ihre Stimme, die manchmal beinahe zu brechen scheint, und dem dringlichen Lo-Fi-Indie-Folk eine düstere Hoffnungslosigkeit herüber. Auf ihrem zweiten Soloalbum «The Very Start», das sie letztes Jahr veröffentlichte, beweist sie, dass sie es nicht nötig hat, irgendwelchen schematischen Regeln zum Aufbau ihrer Lieder zu folgen. Sie bleiben den Zuhörenden im Gefühlsgedächtnis haften, mehr als im Gehörgang.

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