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Er spielt wehmütigen Tuareg-Blues: Rissa ag Wanaghli der Band Atri N‘Assouf. © Atri N’Assouf
Mahogany Hall, Bern

Gitarrenschwerer Blues aus der Sahara

Die Konzertreihe «Musik der Welt» präsentiert mit der Band Atri N’Assouf Tuareg-Blues mit träumerischen, aber auch rockigen Songs. In der Mahogany Hall gibt die west­afrikanische Band ein Konzert.

Seine Musiklaufbahn nahm in der nigrischen Bergbaustadt Arlit ihren Anfang. Damals sei die Gitarre die einzige Möglichkeit gewesen, der Rebellion Ausdruck zu geben, wie der heute in Frankreich lebende Musiker Rissa ag Wanaghli im Buch «Sahara Rocks!» zitiert wird. So hat sich der Tuareg Anfang der 90er-Jahre, zur Zeit, als die Aufstände der Tuareg gegen die Regierungen in Mali und im Niger aufblühten, im Gitarrenspielen weitergebildet. Zu dieser Zeit spielte er als Gitarrist in der Band Takrist Nakal, gegründet von Abdallah ag Oumbadougou, einem Aktivisten und Pionier, was die Kombination traditioneller Tuareg-Musik mit Blues und Rock angeht.

Nostalgisch-träumerisch

Heute ist Rissa ag Wanaghli Komponist, Sänger und Gitarrist der fünfköpfigen Gruppe Atri N’Assouf. Ihre traditionellen Musik, der sie den gitarrenschweren Blues beimischen, stammt wie das Nomadenvolk selbst aus der Sahara. Die weiche Stimme und die Melodien auf ihrem Album «Akal» (2011) können am ehesten mit dem Sound des «nigrischen Jimi Hendrix» Bombino verglichen werden. Von nostalgisch-träumerischem, teils wehmütigem Tuareg-Blues wechselt die Gruppe auch zu treibenden Rockmelodien. Hört man genau hin, stechen westliche Stilrichtungen aus den traditionellen Grundtönen hervor, wie etwa ein Touch Country im Stück «Talamt».

Rissa ag Wanaghlis Gesang harmoniert mit der kräftigen Stimme von Toulou Kiki. Zuvor war die nigrische Sängerin Mitglied der erfolgreichen Band Kel Assouf, die ihrem Tuareg-Rock elektronische Elemente beifügt.

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