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Andrina Bollinger beschränkt sich mit Vorliebe auf Schlagzeug und Stimme.© Sonja Berta
Turnhalle im Progr, Bern

Mit Reduktion zu neuen Klangwelten

Die Zürcher Multiinstrumentalistin und Sängerin Andrina Bollinger erhält von Bee-flat die Carte Blanche. Sie kuratiert drei Konzertabende, die sie von intensiv, experimentell bis zu multiinstrumental gestaltet.

Während des Gesprächs mit der Kulturagenda befindet sich Andrina Bollinger in Berlin. Grund für den Aufenthalt ist ein Konzert des Erik Truffaz Quartet, an dem sie am Vorabend als Gastsängerin aufgetreten ist. Auf dem letzten Album des Quartetts des französischen Jazztrompeters, «Lune Rouge», hat Bollinger dem Stück «She’s the Moon» Worte und Stimme ge­liehen. Zurück nach Bern: hier erhält die Jazzsängerin von Bee-flat nun die Carte Blanche – einen musikalischen Freipass, drei Abende mit jeweils selbst auserwählten Musikerinnen und Musikern zu kuratieren.

Zwei Duos, zwei Instrumente

Die Sängerin und Multiinstru­mentalistin ist schon seit einiger Zeit mit Marena Whitcher und dem experimentellen Performace-Pop-Duo Eclecta unterwegs. Und mit JPTR, einem Art-Pop-Duo mit dem Schlagzeuger Ramón Oliveras, das sich auf die Instrumentierung Schlagzeug und Stimme beschränkt. Diese Reduzierung wird auch am ersten Konzert­abend im Zentrum stehen. Ihre beiden Bandprojekte kommen erstmals gemeinsam auf die Bühne. Dass dies die Klanglandschaft beschränke, findet Bollinger nicht: «Dadurch, dass wir uns intensiv nur mit Schlagzeug und Stimme beschäftigen, offenbaren sich eine ganz neue Klangwelt und viele neue Möglichkeiten.»

Den Röstigraben überwinden

Trotz instrumenteller Reduzierung wird es am ersten Carte-Blanche-Konzert intensiv-energetisch während Bollinger am zweiten, jazzigeren und experimentelleren Abend neben dem Genfer Schlagzeuger Arthur Hnatek lediglich als Sängerin fungiert. Als zusätzliche Gäste wählte Bollinger Schweizer Musikschaffende aus, mit denen sie zuvor noch nicht gearbeitet hat: Jazz-Harfenistin Julie Campiche und Pianist Marc Méan. «Ich versuchte bei der Wahl bewusst – nebst dem, dass ich mit den beiden schon lange arbeiten wollte – den berüchtigten Röstigraben zu überwinden». Unter dem Titel «The power of Solo» widmet Bollinger mit Béatrice Graf und Rea Dubach den dritten Abend dann der Kraft der Einfachheit und dem Multiinstrumentalismus.

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