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Ilmars Šterns erzeugt Wolfsgeheul. © Ilmars Šterns
Berner Münster und Sonarraum Progr, Bern

Noch einen Zacken freier

Menschliche Wölfe und ein wummerndes Klavier: 
Zum 16. Mal lotet das Zoom-in-Festival aus, was 
improvisierte Musik alles sein kann. Letztes Jahr feierte Zoom-in sein 15-Jahr-Jubiläum an insgesamt 15 
Orten in der Stadt Bern. Die hiesige Ausgabe ist wieder überschaubarer: Kurator Christian Kobi hat erneut Soundkünstlerinnen und -künstler aus ganz Europa versammelt, welche an drei Abenden das Berner Münster und den Sonarraum im Progr bespielen. Eröffnet wird das Programm von den Schweizern Jazzmusikern Kevin Sommer (Bassklarinette) und Nicolas Wolf (Schlagzeug), welche mit ihrem Duo Sommerwolf den Free Jazz noch einen Zacken freier interpretieren. Am Freitag präsentiert das Festival den lettischen Soundperformer Ilma–rs Šterns. Šterns hat, genauso wie Sommer und Wolf, an der Hochschule der Künste Bern studiert. Im Unterschied zu seinen Kollegen ist Šterns wichtigstes Instrument jedoch sein eigener Körper, den er durchaus auch schon dazu gebracht hat, täuschend echte Wolfsgeräusche von sich zu geben.

Radikale Entschleunigung

Am dritten Festivaltag kann man dabei sein, wenn die georgische Pianistin Tamriko Kordzaia bei ihrem Auftritt im Berner Münster ihrem Klavier ein wildes Spektrum an Basstönen entlockt. Kordzaia, welche seit Jahren in Zürich wohnt, präsentiert ein Stück des Schweizer Komponisten und Klangkünstlers Antoine Chessex mit dem Titel «The Experience of Limit», welches Chessex eigens für die Pianistin schrieb. Die Spätschicht an diesem letzten Festival­abend übernimmt das französische Improvisationsensemble Hubbub, welches seit 20 Jahren äusserst erfolgreich die radikale musikalische Entschleunigung praktiziert.

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