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Drei, zwei, eins, Zündung: Hyperculte heben ab in eigene musikalische Sphären.© Nikita Thevoz
Café Kairo, Bern

Transpop und Punkherz

Am Gartenfestival des Café Kairo sind Musikerinnen in der Überzahl und die Freude am Experiment dominiert.

Immer wieder wird Musikfestivals vorgeworfen, dass die Anzahl Musikerinnen und weiblicher DJs im Programm verschwindend klein ist. Das Gartenfestival vom Café Kairo geht mit gutem Beispiel voran: An den zwei Festival­tagen spielen insgesamt sechs Frauen und eine legt im DJ-Kollektiv Capital Soul Sinners auf. Der zweite Tag ist mit der Baslerin Anna Aaron und dem italienisch-deutschen Trio Danso Key sogar ganz in Frauenhand.

 Auch abgesehen von der Frauenquote bietet das Gartenfestival abenteuerliche Entdeckungen und somit ein Alternativprogramm zum heuer auch mit mehr weiblichen Acts ausgestatteten Gurtenfestival. Etwa die Spoken-Word-Performance Band mit Punkherz, Antipro, aus Winter­thur. Auf ihrem selbstbetitelten Debüt­­album werden ziemlich theatralisch «strategisches Planen» oder «weisse Mittelklasse-Autos» besungen. Dazu passt der flirrende Electro-­Noise des Duos Hyperculte, entwachsen aus der experimentellen Genfer Musikszene. Auf ihrem beim innovativen Label Bongo Joe Records erschienenen Album «Massif Occidental» spielen Simone Aubert (Massicot) und Vincent Bertholet (Orchestre Tout ­Puissant Marcel Duchamp) Musik, die sie selber am passendsten beschreiben: Experimental-Transpop-­Repetitive-Kraut.

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