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Pegelstand

von Barbara Boss
© Rodja Galli, a259

Barbara Boss

Barbara Boss ist freischaffende Produktionsleiterin und Dramaturgin und Mitglied des Theaterkollektivs Faust Gottes. Sie ist ein «Bärgmeitschi» aus dem Oberland, fühlt sich aber in der Stadt Bern heimisch. Sie mag guten Schnaps, Bruce Springsteen und Katharsis im Theater.

Frühling in Bern. Die Sonne wärmt die vom Sandstein geplagten Seelen. Die Aare ist nicht mehr nur für herti Sieche. Zeit der Umwälzung und Neuanfänge. Die ersten kulturellen Frühlingsgefühle scheinen vor allem personelle Veränderungen mit sich zu bringen.

Schauspieldirektor Cihan Inan geht nach zwei Jahren im Amt. Warum genau sich das Gräve-Gate wiederholt, verrät Konzert Theater Bern nicht. Die Verantwortlichen verstecken sich hinter Floskeln. Was Chef Märki allerdings preisgibt, macht die Sache noch übler: Inan habe die Verlängerung seines Vertrages an die Kündigung einer Mitarbeiterin geknüpft. Märki hat verweigert – Inan geht. Meine Herren, so nicht! Persönliche Verstrickungen und machoides Machtgehabe dürfen einen Stadttheaterbetrieb nicht derart beeinflussen. Noch wichtiger wäre, dass KTB endlich transparent kommuniziert – und dass sich der Stiftungsrat dafür einsetzt, dass für 2019 bis 2021 ein geeigneter Ersatz für Inan gefunden wird.

Auf der Schützenmatte gibt es eine offizielle Zwischennutzung. Drei Jahre soll der Platz partizipativ genutzt werden. Ein Drittel geht zwar noch für Parkplätze drauf – aber es herrscht trotzdem Freude! Am 4. August wird die Schütz offiziell der Bevölkerung übergeben. Eine geeignete Bewerberin oder ein geeigneter Bewerber darf die Zwischennutzung planen und umsetzen – die Ausschreibung kommt noch im Mai.

Die Stelle der Leitung Kultur Stadt Bern ist offiziell ausgeschrieben. Wer übernimmt im Februar 2019 das Ruder und wohin fährt der Dampfer? Ich wünsche mir eine offene, lösungsorientierte Person an der Spitze der Berner Kulturpolitik, die eng mit den Kulturschaffenden zusammenarbeitet. Ich eröffne ein Wettbüro: Wer richtig tippt, kriegt einen Schnaps.

I däm Sinn: Am Mäntig machi blauä, solang i läbe due. Am Zischtig bini müed no, da brucheni mi Rueh. Am Mittwuch, Donnschtig, Frytig, da schaffi es paar Stund, und fröie mi vo Härze, dass Samschtig Sunntig chunnt!

 


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