mitgliederwerden grey iconMitglied werden

Pegelstand

von Sibylle Heiniger
© Rodja Galli, a259

Sibylle Heiniger

Sibylle Heiniger ist Regisseurin und Produzentin und engagiert sich bei t. OK Bern, dem Berufsverband fürs freie professionelle Theaterschaffen. Sie liebt die Aare (vor allem im Sommer) und gute Bücher (immer).

Das Strassenmusikfestival Buskers ist schon längst nicht mehr der einzige Anlass, welcher jeweils zum Ende der Sommerferien gleichzeitig das Ende des Sommerlochs einläutet. Sommer in Bern heisst viel Kultur für alle – Parties, Theater und Konzerte unter freiem Himmel und gratis Museums­besuche.

Auch das dritte Kulturforum ist schon vorbei – ein Gefäss der Stadt Bern, wo mit allen Personen aus dem Kulturleben die Massnahmen und Ziele für die kommenden Jahre diskutiert und erarbeitet werden, nicht nur für den Sommer. Leider konnte ich beim Forum nicht dabei sein, doch mir kam so einiges zu Ohren:

Die Bar au Lac am Egelsee erhält per sofort eine Ganzjahresbewilligung. Das Tramdepot Burgernziel wird zusammen mit den jetzigen Nutzerinnen und Nutzern zu einem Wohn- und ­Begegnungsort umgestaltet. Ab sofort gibt es in der Stadt keine leerstehenden Objekte mehr, dafür sorgt die neue Leerstand-Ombudsstelle der Stadt. Jede Form von Zwischennutzung wird unterstützt. Auch das Bewilligungsverfahren ist nur noch eine Formsache. Das Veranstaltungsmanagement der Gewerbepolizei mischt proaktiv bei der Nutzung von öffentlichem Raum mit. Wer wenig Erfahrung bei der Gestaltung eines Kulturanlasses hat, meldet sich bei der zentralen Beratungszentrale «Bern sind wir» für ein Coaching. Das vielfältige kulturelle Angebot ist übersichtlich auf der neu gestalteten Homepage der Stadt www.bern-sind-wir.ch oder als App für iPhones UND Android-Geräte aufrufbar. Für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind die Angebote speziell gekennzeichnet – und falls nötig stehen ­ihnen unentgeltlich Kulturbegleitpersonen zur Verfügung. Viele junge Bernerinnen prägen und gestalten das Stadtbild mit und nutzen den Sockel vor dem Waisenhausplatz rege. Wer über Lärm oder anderes klagt, wird in einen Kurs für gelebte Vielfalt geschickt. Nicht ­zuletzt: Bern ist für den nationalen Preis für Kulturinnovation nominiert und die Bundesmillion wird nicht (mehr) in Frage gestellt.

Alles Fake News? Wer weiss mehr dazu?


Zur Übersicht

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden