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Pegelstand

von Sibylle Heiniger
© Rodja Galli, a259

Sibylle Heiniger

Sibylle Heiniger ist Regisseurin und Produzentin und engagiert sich bei t. Bern, dem Berufsverband fürs freie professionelle Theaterschaffen. Sie ist zudem Mitglied der städtischen Tanz- und Theaterkommission. Da am neuen Wohnort Biel die geliebte Aare zum See wird, lernt sie nun segeln.

Sommerferien zu Hause? Lust auf einen Abstecher, trotz Berner Aare­plausch? Ich sage: Willkommen in Biel – Bienvenue à Bienne! So lautet auch der Name einer Internet-Plattform, wo Neuzugezogene Alteingesessene kennen lernen können. Ähnlich wie bei einer Vermittlungsplattform werden Menschen mit gleichen Interessen, nach Alter, Geschlecht und Sprache verkuppelt. Ich nutzte dieses Angebot und bekam prompt Antwort von einer anderen Sybille, die unkompliziert und sehr sympathisch mir unbekannte Ecken der Stadt zeigte und wertvolle Kontakte vermittelte. Auf der Internetseite finden sich auch die Lieblingsspots der Beteiligten. Der Flyer zu ­diesem Angebot lag dem Willkommenspaket bei, welches mir vor neun Monaten überreicht wurde, als ich mich hier niederliess. Neun Monate Leben in Biel ist noch nicht sensationell, doch lege ich Ihnen gerne einen Sommerausflug hierhin ans Herz. Es lohnt sich, denn das bekannte Altstadtfest Pod’Ring dauert dieses Jahr ganze vier Wochen. Bis zum 28. Juli kann auf den Welt­format-Plakaten ein QR-Code aktiviert werden – als Zugang zu poetischen, musikalischen und überraschenden Spaziergängen. Handy und Kopfhörer nicht vergessen! Wer gerne zu Fuss unterwegs ist, kann auch auf der «Bauhaus-ArchitekTour» durch die Bieler Quartiere flanieren. 1921 wurde der SP-ler Guido Müller Bieler Stadtpräsident und förderte das Neue Bauen in Biel, welches noch heute das Stadtbild prägt.

Nach einer Abkühlung im Strandbad Biel – übrigens auch ein Bau der Moderne – und Verpflegungspause in der Innenstadt lohnt sich ein Abstecher zum Terrain Gurzelen. Wo früher Fussball gespielt wurde, wird seit 2017 als unbefristete Zwischennutzung das städtische Gelände gemeinsinnig belebt. Openair-Kino, Flohmarkt, Aufführungen und Buchvernissagen finden regelmässig statt. Apropos Buch: Grade eben ist «Schwarze Frauen in Biel» im Verlag Brotsuppe erschienen – falls es doch nicht reichen sollte für einen Abstecher, oder das Wetter nicht mitspielt …

 

 


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