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Mit Crème solaire auf der musikalischen Überholspur.© Thalles Piaget

Crashkurs in Punk

Fri-Son goes Punk: Ein Abend mit Livestreams begibt sich auf die Spur der nonkonformistischen Bewegung. Das Elektro-Punk-Pop-Duo Crème solaire sorgt dabei für musikalische ­Grenz­überschreitungen.

Alle Werte und Ordnungen hinterfragen und radikal eigene Ideen verfolgen: Dies machte einst Punk als Bewegung und Lebensgefühl aus. Wie viel Punk in ihren eigenen Projekten steckt, loten verschiedene Gäste auf der Bühne des geschlossenen Fri-Son aus: Sie alle haben eigenwillige Projekte, Unternehmen und Initiativen ins Leben gerufen und wollen damit alternative Lebensformen vorantreiben. Organisiert wird der Anlass von TEDxFribourg, einer Non-Profit-Organisation für Ideen und Wissens­vermittlung.

Freie Labels und ethische Pornos

Ted-Talks, also Kürzest-Vorträge dazu halten Olmo­-Gründer Francis Foss Pauchard, Jessica Zuber (ehemals Co-Präsidentin Operation Libero Bern), Irenka Krone (Co-Geschäftsführerin von WeJobShare), Matthias Tobler (Gründer Effinger Kaffeebar und Coworking ­Space), Komiker Yoann Provenzano und das Kollektiv Oil Productions.Während Pauchard mit der Gründung des Kleiderladens Olmo 1977 seinen Hang fürs Extreme und Schockierende ausleben wollte und das «brave» Bern mit Punk-Kleidern versorgte, inszeniert das sechsköpfige Lausanner Kollektiv Oil Productions ethisch vertretbare Pornografie. Die Lebensentwürfe und Projekte der Talkgäste sind unterschiedlich, eines haben aber alle sechs gemeinsam: Nonkonformität. Ausserhalb vordefinierter Normen bewegt sich auch das Duo Crème solaire, das Songs seines Albums «Pannenstreifen ist ohne pic-nic» spielen wird.

Grenzen sprengen

«Wir sind der Meinung, dass die Gesellschaft wie im Schlafwandel einfach mitläuft und macht was man ihr sagt, ohne sich Gedanken darüber zu machen», so Rebecca Solari und Pascal Stoll von Crème solaire. In ihrem Sound finden sich musikalische Einflüsse von Elektro bis Pop, Trap und Punk. Mal laut, schreiend und stark, mal leise und sanft sprengen sie gewohnte Genregrenzen. Aber auch in der Form und Inszenierung ihrer Auftritte setzen Stoll und Solari auf eigene Wege: «Wir wollen unsere Touren selbst organisieren, mit bestehenden Mitteln experimentieren und dabei Kritik und Konfrontation wagen.»

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