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Alles andere als müde: Franziska Schutzbach stellt ihr neues Buch vor.© Anja Fonseka
Dachstock der Reitschule, Bern

Genug gegeben!

Die Geschlechterforscherin und Feministin Franziska Schutzbach schrieb ein Buch über «Die Erschöpfung der Frauen». Im Dachstock stellt sie es mit Big Zis an der Seite vor.

«Frauen werden nicht einfach als Menschen betrachtet, von ihnen wird nach wie vor erwartet, dass sie gebende Menschen sind», schreibt Schutzbach in «Die Erschöpfung der Frauen». Und sie trifft damit voll ins Schwarze: Frauen schulden Unter­stützung, Bewunderung, Wohlwollen, Mitgefühl, Sex. Diese Widersprüchlichkeit der Erwartungen führe zu Überforderung, Erschöpfung und Versagensängsten: «Es geht um das Gefühl einer pausenlosen Beanspruchung, das insbesondere weiblich sozialisierte Menschen aufgrund von bestimmten Rollen­zuschreibungen, Erwartungen und Machtstrukturen gut kennen.»

 

Die Soziologin, Genderforscherin und Aktivistin geht unserem misogynen System, das von Frauen viel erwartet und wenig zurückgibt, auf den Grund. Dabei zeigt sie auf, wie der Begriff «Frausein» in unserer Gesellschaft gefüllt und definiert wird und woher die Erschöpfung kommt.

20-Stunden-Woche

Ausserdem eröffnet sie politische Strategien, um mit dieser Ermüdung umzugehen, beispielsweise mit einem gerechteren Zeitmanagement durch eine 20-Stunden-Woche in der Erwerbsarbeit. Ihr Buch stellt Schutzbach mit der Musikerin Big Zis vor, die in ihrer politischen Rap-Musik ebenfalls feministische Themen behandelt.

Dachstock der Reitschule, Bern
So., 24.10., 19.30 Uhr
www.dachstock.ch

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