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Von Kurz bemalte Pfeife mit idealisierten «Indianermotiven». © Bernisches Historisches Museum
Bernisches Historisches Museum

Kunst vor Ethnologie

Die Führung «Ein Emmentaler im Wilden Westen: Abenteuerliche Geschichten aus dem Leben des Indianermalers Rudolf Friedrich Kurz» beleuchtet das im Bernischen Historischen Museum bewahrte Werk des Malers. Im Westen gab es vor knapp 200 Jahren viel Neues zu malen. Der Berner Maler Rudolf Friedrich Kurz (1818 – 1871) hat mit Pinsel und Stift das Leben der Indianer im «Wilden Westen» der USA dokumentiert. Seine Skizzen, Tagebücher und weitere Werke lagern seit 1894 im Grundbesitz der Sammlung des Bernischen Historischen Museums, welches Kurz anlässlich seines 200. Geburtstags eine biografische Führung widmet.

Stark romantisierend

Die detailgetreuen und realistischen Studien sind, was die Malerei betrifft, sehr akkurat. Die Abbildungen sind jedoch stark idealisierend und romantisierend. Das geht laut Samuel Bachmann, der die Führung gibt, auf ein explizites künstlerisches Ziel zurück: «Für Kurz hatte die malerische Arbeit eindeutig mehr Gewicht als eine ethnologische. Sein Werk kann aus kulturhistorischer Sicht als spannende zeitgeschichtliche Dokumentation verstanden werden, die aufzeigt, welches Indianerbild damals in der Schweiz gezeichnet wurde.»

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