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Olivia Wenzel schafft differenzierte Momentaufnahmen.© Juliane Werner

Nachgefragt

Olivia Wenzel schreibt Theatertexte und Prosa. Mit «1000 Serpentinen Angst» veröffentlicht sie ihren ersten Roman. Olivia Wenzel hat sich für ihr Romandebüt «1000 Serpentinen Angst» einer unkonventionellen Form des Schreibens bedient. Das Buch liest sich als Frage­-Antwort-Stück, dabei bleibt aber offen, wer die Ich-Erzählerin, Tochter einer Punkerin aus der DDR, befragt: «Wo bist du jetzt?», «Was machst du jetzt?». Die Ich-Erzählerin beschreibt und erzählt mit viel Selbstreflexion aus ihrem Alltag, in New York, in Berlin, im Flugzeug oder am Bahnsteig. Sie zeichnet so eine Momentaufnahme von einer queeren schwarzen Frau, die in Deutschland aufwächst und alltäglichem, strukturellem Rassismus ausgeliefert ist, sich aber auch ihrer Privilegien bewusst ist: «Jetzt machst du wieder das Gesicht. Lass das bitte, das ist dein weisses Privileg-Gesicht.»

Olivia Wenzel «1000 Serpentinen Angst», 2020
S. Fischer Verlag

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