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Aura Rosenberg hat in «Head Shots» Männer während des Orgasmus fotografiert. © Aura Rosenberg/Martos Gallery, New York
Zentrum Paul Klee, Bern

Nahtödlicher Spass

Im Rahmen der Ausstellung «Ekstase» werden im Zentrum Paul Klee unterschiedlich ekstatische Zustände in ­Vortrags- und Diskussionsrunden thematisiert. «La Petite Mort» widmet sich dem Orgasmus.

Die griechische Wortherkunft von Ekstase bedeutet «das Aussersichgeraten» oder «die Verzückung». Der Orgasmus ist eine Form von sexueller Ekstase und wird von den Sexualtherapeuten Sybille Stahlberg, Volker Kalmbacher und Claudia Abold im Zentrum Paul Klee im Rahmen der Ausstellung «Ekstase» diskutiert. Orgsamus ist ebenfalls eine Ableitung aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie «strotzen, schwellen, vor Liebesverlangen verglühen». Auf Deutsch wird das Wort synonym mit «Höhepunkt» verwendet, auf Französisch nennt man ihn gar «La petite mort», den kleinen Tod, dies auch der Titel der Veranstaltung. In der buddhistischen Tradition gilt der Orgasmus als Nahtoderfahrung, der den Zugang zum Nirwana ermöglicht. Der Philosoph und Musiker Claus-Steffen Mahnkopf, der eine «Philosophie des Orgasmus» geschrieben und vertont hat, bezeichnet den Höhepunkt als «Geschenk der Natur zum geldlosen Spass».

 

Neben aller Etymologie, fernöstlicher Überlieferung und gesellschaft­licher Mystifizierung: Die Sexual­therapeuten erzählen auch von ihren praktischen Erfahrungen aus der Therapie und der Sexologie, die alle drei mit Achtsamkeitstraining verbinden.

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